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Iranisches Medium verbreitet Propagandavideo mit Aufruf zum Anschlag auf Trump

"Sicherheitskritischer Punkt": Iranisches Medium ruft in Propagandavideo zu Trump-Attentat auf

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei fordert die iranische Führung Vergeltung. Im Internet taucht ein Propagandavideo auf, das angeblich die Reiseroute von Donald Trump zeigt und auf vermeintliche Sicherheitslücken hinweist.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet über soziale Netzwerke ein nicht verifiziertes Video mit dem englischen Titel „Where can Trump be killed?“. Dieses wurde unter anderem auf dem Telegram-Kanal der Agentur veröffentlicht, die den einflussreichen Revolutionsgarden nahesteht. Ein ähnliches Video wurde zeitweise auch bei X geteilt, ist dort jedoch inzwischen entfernt worden. Angaben zum genauen Urheber oder zum Zeitpunkt der Aufnahme sind bislang nicht bekannt.

Das Video soll die vermeintliche Route der Autokolonne von US-Präsident Donald Trump zu seinem Anwesen in Mar-a-Lago, Florida, darstellen – dabei stimmen einige geografische Daten nicht mit realen Karten überein. Im Clip wird unter anderem eine Brücke gezeigt, die als „sicherheitskritischer Punkt“ bezeichnet wird.

Die Route des US-Präsidenten in Florida wurde zuletzt im Januar aufgrund eines verdächtigen Gegenstands am Flughafen geändert. Auch nach dem Nato-Gipfel in der Türkei wurden Trumps Abreisepläne kurzfristig angepasst und das Flugzeug gewechselt – nach unbestätigten Medienberichten aufgrund von Warnungen des israelischen Geheimdienstes vor Anschlagsversuchen. Die US-Regierung reagierte daraufhin juristisch gegen die Berichterstattung der „New York Times“ und wies Spekulationen über Sicherheitsmängel zurück.

Hintergrund sind die Racheaufrufe der iranischen Führung nach dem Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei im Februar. Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz getötet. Viele Iraner unterstützen die Vergeltungsforderungen der erzkonservativen Regierung nicht. Das Land ist vom Krieg und den wirtschaftlichen Belastungen stark geprägt, was viele Menschen ermüdet.