Iran-Konflikt: Trump sieht realistische Chance auf Einigung
Nach drei aufeinanderfolgenden Nächten ohne Luftangriffe äußert sich US-Präsident Trump zuversichtlich bezüglich einer diplomatischen Lösung mit Teheran. Die iranische Führung bestreitet jedoch, dass Gespräche stattfinden.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich nach drei Nächten ohne direkte militärische Auseinandersetzungen mit dem Iran optimistisch, dass eine Verhandlungslösung möglich sei. Er sprach am Montag an Bord der Air Force One von einer „guten Chance“ für erfolgreiche Gespräche mit Teheran.
„Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln“, sagte Trump gegenüber Reportern. „Ich denke, es gibt eine realistische Möglichkeit, dass sich etwas bewegt.“ Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohte er mit erneuten Angriffen. „Wenn nichts geschieht, kehren wir zu den Maßnahmen von vor zwei Tagen zurück“, erklärte Trump.
Der US-Präsident zerstreute erneut Befürchtungen, dass den USA im Iran-Konflikt die Munition ausgehen könnte. „Wir verfügen über ausreichend Munition“, betonte er. „Ehrlich gesagt hätte ich gerne mehr, aber viel wurde an die Ukraine geliefert“, ergänzte er.
Teheran: Washingtons Behauptungen sind „Erfindungen“
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies zuvor jegliche Berichte über neue Verhandlungen mit den USA zurück. Er bezeichnete die Behauptungen, Iran habe um Gespräche gebeten, als „Erfindungen“ aus Washington.
Trump hatte am Freitag erklärt, dass Washington aktuell mit Teheran im Gespräch sei und die iranische Seite bei den Verhandlungen „Tag für Tag ernster“ werde. Gleichzeitig drohte er mit umfangreicheren Angriffen, falls keine Einigung erzielt werde. Nach 13 Tagen ununterbrochener US-Luftangriffe auf den Iran verzichtete das US-Militär seit Freitag drei Nächte hintereinander auf weitere Bombardements.