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Deutlich mehr als Rechte und Linke: BKA zählt 410 islamistische Gefährder in Deutschland

Viel mehr als Rechte und Linke: BKA: 410 islamistische Gefährder in Deutschland

In Deutschland werden hunderte Personen als so bedrohlich eingeschätzt, dass ihnen Terroranschläge zugetraut werden – die größte Gruppe bilden hier eindeutig Islamisten. Die Behörden weisen jedoch darauf hin, dass die bloße Zahl der Gefährder nur begrenzt aussagekräftig ist.

Dem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge stuft das Bundeskriminalamt (BKA) aktuell 410 Personen als islamistische Gefährder ein. Diese Personen werden dem islamistischen Terrorismus beziehungsweise Extremismus zugeordnet. Zusätzlich gibt es 65 Gefährder im rechtsextremen und 17 im linksextremen Spektrum. Die Zahlen basieren auf dem Stand vom 1. Juli 2026. Als Gefährder gelten Personen, denen ein erhöhtes Risiko für schwere Gewalttaten wie Anschläge zugeschrieben wird.

Die Einstufung als Gefährder erfolgt laut BKA individuell durch die Polizeibehörden der Bundesländer und beruht auf unterschiedlichen Kriterien. Daher schwanken die Zahlen der Gefährder und bieten allein keinen verlässlichen Aufschluss über die tatsächliche Gefährdungslage, so das BKA gegenüber dem RND.

Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Samstagabend am Rande des CSD in Berlin mehrere Menschen mit einem Van angefahren und anschließend mit einer Stichwaffe attackiert haben. Dabei wurde eine polnische Frau getötet und 29 weitere Personen zum Teil schwer verletzt. Bei der Festnahme am Sonntagabend wurde der Tatverdächtige Abdul B. von der Polizei erschossen. Die Tat löste eine Debatte über einen konsequenteren Umgang mit extremistischen Gefährdern aus.