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Erneut brennt eine Raffinerie: Russland berichtet von großangelegtem ukrainischem Angriff mit 355 abgefangenen Drohnen

Erneut brennt eine Raffinerie: Russland meldet ukrainischen Großangriff: 355 Drohnen abgefangen

Am Donnerstag stürzte in Kiew ein Wohnhaus infolge eines groß angelegten russischen Angriffs ein, bei dem 24 Menschen ums Leben kamen. Wenige Stunden später erfolgte offenbar eine Gegenoffensive: Russische Luftabwehrsysteme sollen Medienberichten zufolge Hunderte Drohnen abgefangen haben.

Russland gab einen umfangreichen Drohnenangriff der Ukraine bekannt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden in der Nacht 355 unbemannte Fluggeräte „abgefangen und zerstört“. Ziel des Angriffs waren die an die Ukraine angrenzenden russischen Regionen Belgorod, Brjansk und Kursk.

In der zentralrussischen Stadt Rjasan wurden dabei drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Zwei Wohnhäuser sowie ein Industriekomplex erlitten Schäden, teilte Pawel Malkow, Gouverneur der südöstlich von Moskau gelegenen Region, mit. Diese Informationen wurden von der staatlichen Nachrichtenagentur Tass veröffentlicht.

Berichten in Telegram-Kanälen zufolge handelt es sich bei dem beschädigten Industrieobjekt um die Raffinerie von Rjasan. Branchenexperten zufolge gehört sie zu den drei größten Raffinerien Russlands. Dort wurde ein erheblicher Brand festgestellt.

Russlands Raffinerien unter Beschuss

Die Rauchwolken ähneln den Aufnahmen aus der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer, wo ukrainische Drohnen mehrfach Brände an einem Ölhafen verursachten. Die meisten Lagerbehälter sind inzwischen ausgebrannt.

Kiew hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf russische Raffinerien, Lagerstätten und Häfen intensiviert, mit dem erklärten Ziel, Moskaus wichtigste Einnahmequelle für die Kriegsführung in der Ukraine zu schwächen.

24 Tote nach schwerem Luftangriff auf Kiew

Der Angriff folgte auf einen der intensivsten und längsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine am Mittwoch und Donnerstag. Bis Freitagmorgen wurden in Kiew 24 Tote aus einem eingestürzten Wohnhaus geborgen, teilte der Katastrophenschutz mit. Darunter befanden sich auch drei Kinder.

Für die Hauptstadt wurde ein Trauertag ausgerufen. Präsident Wolodymyr Selenskyj gab Anweisungen, Vergeltungsmaßnahmen für diesen Angriff vorzubereiten. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Die tatsächliche Zahl der Opfer, Verletzten sowie der eingesetzten und abgeschossenen Drohnen lässt sich nicht unabhängig verifizieren.