Dobrindt bezeichnet Bluttat als islamistischen Terroranschlag – Täter nutzte auch Machete
Die Ermittlungsbehörden werten den Angriff beim Berliner Christopher Street Day als islamistischen Terroranschlag. Innenminister Dobrindt berichtete zudem von verschiedenen eingesetzten Tatmitteln.
Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner CSD gehen die Ermittler von einem islamistischen Terroranschlag aus. Dies deute auf entsprechende Motive hin, erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt am Tatort. Die Fahndung nach dem Täter habe jetzt oberste Priorität.
Dem aktuellen Kenntnisstand zufolge hat sich der mutmaßliche Täter radikalisiert und ist der islamistischen Szene zuzuordnen. Dobrindt erwartet, dass der Generalbundesanwalt noch im Laufe des Tages die Übernahme des Falls auf Bundesebene vorbereitet.
Der mögliche Angreifer sei bereits früher durch Straftaten aufgefallen, so Dobrindt. Er sprach von einem „hohen Ausmaß an Straftaten“ und einer „islamistischen Radikalisierung“. In der Vergangenheit wurde der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Gegen dieses Urteil hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.
Der Tatverdächtige wurde 2005 in Deutschland geboren und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft, erklärte der Innenminister. Er hat libanesische Wurzeln, seine Mutter wurde 2002 in Deutschland eingebürgert.
Bei der Tat, bei der der Täter auch eine Machete verwendete, kam laut Dobrindt eine Frau ums Leben, während 29 weitere Menschen teils schwer verletzt wurden.