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CDU-Politiker fordert schnelle Abschaffung der Rente mit 63 ohne lange Übergangszeit

Keine fünf Jahre Übergangsfrist: CDU-Politiker: "Rente mit 63" so früh wie möglich abschaffen

Die Rentenkommission plant, die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren zu streichen – doch ab wann genau? Ein beteiligter CDU-Politiker rät, dass Personen unter 60 Jahren nicht mehr darauf hoffen sollten.

Pascal Reddig von der CDU spricht sich für eine rasche Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 aus. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte er: „Um eine Trendwende zu erreichen, müssen wir zügig handeln und dürfen nicht zulassen, dass alle geburtenstarken Jahrgänge weiterhin abschlagsfrei vorzeitig in Rente gehen.“ Er betonte, die Abschaffung solle so früh wie möglich erfolgen, da eine fünfjährige Übergangsfrist zu lang wäre.

Gleichzeitig räumte Reddig ein, dass es unbedingt Regelungen zum Vertrauensschutz geben müsse. „Wer beispielsweise plant, im kommenden Jahr abschlagsfrei in Rente zu gehen, soll dies auch weiterhin können. Aber darüber hinaus sollten wir keine längere Übergangszeit mehr gewähren.“

Reddig war Mitglied der Rentenkommission, die der Bundesregierung am Dienstag 33 Vorschläge für eine umfassende Reform der Altersvorsorge präsentierte. Zudem ist er Vorsitzender der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, die aus 18 Abgeordneten besteht, die zu Beginn der Legislaturperiode maximal 35 Jahre alt waren.

Unklare Frist im Kommissionsbericht zur Umsetzung

Im Bericht der Rentenkommission wird unter anderem empfohlen, den vorzeitigen Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Unter dem Begriff „Rente mit 63“ bekannt, ist dieser Renteneintritt aktuell faktisch erst ab 64,5 Jahren möglich. Der Bericht fordert, die Abschaffung „unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes“ zum frühestmöglichen Zeitpunkt umzusetzen, ohne jedoch konkrete Zeitangaben zu machen.

Kanzler Friedrich Merz und Sozialministerin Bärbel Bas haben angekündigt, die von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen schnell und vollständig umzusetzen. Im Gegensatz dazu sprach sich Bas’ Parteifreundin Manuela Schwesig kürzlich dagegen aus, das Rentenpaket eins zu eins zu übernehmen, und plädierte für den Erhalt der abschlagsfreien Frührente. Schwesig kritisierte zudem die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung als unpassend, da dies eine Durchschnittszahl sei, die individuelle Lebenssituationen nicht berücksichtige. Im ZDF führte sie aus: „Im Osten sinkt die Lebenserwartung leider, anders als im Westen. Daher halte ich es für sinnvoll, sich an den Beitragsjahren zu orientieren.“

Demgegenüber verwies Reddig in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auf Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen. Studien und Statistiken zeigten, dass diese häufig unterbrochene Erwerbsbiografien hätten und daher nicht so viele Beitragsjahre sammeln könnten. Der CDU-Politiker argumentierte: „Eine Rente, die sich ausschließlich an Beitragsjahren orientiert, benachteiligt besonders Frauen und Menschen mit unterbrochenen Erwerbsverläufen.“