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AfD-Influencer Noah Krieger: Unterstützt er Russland im Ukraine-Konflikt gegen den Westen?

"Gegen westliche Politik": Kämpft AfD-Influencer Noah Krieger für Russland in der Ukraine?

Nahezu 400.000 Abonnenten folgen ihm auf Instagram: Jetzt veröffentlicht Noah Krieger offenbar Videoaufnahmen aus den Reihen der russischen Streitkräfte in der Ukraine. Schon seine Reise nach Tschetschenien hatte für heftige Kritik gesorgt.

Der rechte Influencer Noah Krieger scheint sich an der Seite der russischen Armee im Ukraine-Krieg zu befinden. Auf seinem Instagram-Profil schrieb er am Abend zu einem Video, das ihn mit Helm, Schutzweste und Gewehr zeigt: „Unsere falsche Politik im Land zerstört unsere deutschen Werte.“ Weiter erklärte er: „Ich bin in der Ukraine und stehe für Russland. Dabei geht es nicht um Recht oder Unrecht, sondern gegen die westliche Politik, die die Welt zerstören will.“

Bereits am Donnerstag und Samstag veröffentlichte Krieger zwei weitere Videos, die uniformierte Soldaten, militärische Ausrüstung und Drohnenabschüsse zeigen. Die genaue Zeit und der Ort der Aufnahmen sind jedoch unbekannt.

Hinter dem Namen Noah Krieger verbirgt sich Murad Dadaev, der ursprünglich aus Tschetschenien stammt. Laut eigenen Angaben besitzt er neben der deutschen auch die russische Staatsangehörigkeit. Das Recherche-Netzwerk Correctiv berichtete, dass er seit vielen Jahren in Deutschland lebt und sich als AfD-Mitglied politisch engagiert, obwohl er kein offizielles Parteiamt innehat.

Schon im Frühjahr konnten seine fast 400.000 Follower verfolgen, wie Krieger ein Schießtraining mit einer Kalaschnikow absolvierte – gemeinsam mit einem Vertrauten des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow. Zudem präsentierte er sich im Parlament von Grosny. Laut Correctiv übergab Krieger während seines Aufenthalts einem Regierungsvertreter einen Dolch mit NS-Symbolik und traf Kadyrow sowie dessen engsten Kreis. Ein Instagram-Video aus Mitte Juni zeigt ihn in voller Kampfmontur, auf der Uniform sind tschetschenische Abzeichen zu erkennen.

Auf eine Anfrage von Correctiv teilte die AfD Niedersachsen im April mit, dass gegen Krieger ein Parteiausschlussverfahren läuft. Grund dafür sei seine Reise nach Tschetschenien gewesen. Über das Verfahren solle zeitnah entschieden werden, hieß es damals. Laut seinem Profil ist Krieger weiterhin Mitglied der AfD.