Air-Canada-CEO Michael Rousseau tritt nach Rücktrittsforderungen zurück
Air Canada hat am Montagmorgen bekannt gegeben, dass CEO Michael Rousseau bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres in den Ruhestand treten wird.
Diese Entscheidung folgt auf Kritik von politischen Führungspersönlichkeiten in der vergangenen Woche, die sich gegen Rousseaus ausschließlich englischsprachige Beileidsbekundungen nach dem tödlichen Air-Canada-Absturz am LaGuardia-Flughafen richteten. Bei dem Unfall kamen zwei Piloten der Airline ums Leben, darunter ein Pilot aus Québec.
„Der Vorstand legt seit Langem großen Wert auf die Nachfolgeplanung für den CEO. Im Einklang mit dieser Priorität wird seit über zwei Jahren an einem umfassenden internen Entwicklungsprogramm für vielversprechende Führungskräfte gearbeitet“, heißt es in der Stellungnahme von Air Canada.
„Zusätzlich wurde im Januar 2026 eine externe weltweite Suche gestartet, um potenzielle Kandidaten mit den erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen zu finden, die Kanadas nationale Fluggesellschaft, mit Sitz in Montréal, Québec, führen können.“
Rousseau ist seit Februar 2021 CEO von Air Canada.
Premierminister Mark Carney hatte Rousseaus englischsprachige Beileidsbekundungen nach dem Absturz in der vergangenen Woche kritisiert und seine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht.
„Unabhängig von den Umständen ist dies besonders in dieser Situation ein Mangel an Urteilsvermögen und Mitgefühl“, sagte Carney am Donnerstagmorgen gegenüber Reportern. Er sprach zunächst auf Französisch, bevor er die Kritik auf Englisch wiederholte.
„Wir leben in einem zweisprachigen Land. Unternehmen wie Air Canada haben besonders die Verantwortung, stets in beiden Amtssprachen zu kommunizieren – ganz gleich, in welcher Situation.“