Neue Dokumente zeigen mögliche Pipeline-Routen von Alberta zur Küste Britisch-Kolumbiens
Aktuell vorliegende Dokumente zeichnen den möglichen Verlauf der umstrittenen Pipeline von Alberta bis zur Küste Britisch-Kolumbiens nach.
Diese Unterlagen, die CBC News vorliegen, zeigen verschiedene Streckenoptionen für die Pipeline, wobei die meisten in Nord-B.C. enden.
Alberta hat zudem ein neues Werbevideo veröffentlicht, um weiterhin für die neue Ölpipeline zur Küste B.C.s zu werben.
„Mein Eindruck nach der Prüfung aller Varianten war, dass die Route weiter nördlich verläuft als die Northern Gateway-Route und zahlreiche Endpunkte im Gebiet der Nisga’a liegen“, erklärte Heather Exner-Pirot vom Macdonald-Laurier-Institut.
„Die Nisga’as sind Mitbefürworter des Ksi Lisims LNG-Projekts und somit sehr entwicklungsfreundlich eingestellt.“
Die vorgeschlagenen Routen zeigen eine Verbindung von Nord-Alberta nach Nord-B.C. nahe der Grenze zu Alaska sowie zwei Routen, die nordöstlich von Edmonton starten und sich aufteilen: eine führt nördlich von Prince Rupert, die andere verläuft westlich entlang der früheren Northern Gateway-Route bis Kitimat.
Für alle Routen wäre die Aufhebung des bundesweiten Verbots für nördliche Öltanker erforderlich, was von B.C. und vielen Küsten-First-Nations abgelehnt wird.
Alberta könnte damit jedoch Ottawa Handlungsspielraum verschaffen.
„Sollte die nördliche Route über Prince Rupert umgesetzt werden, könnte das Verbot für den Wasserweg südlich von Prince Rupert erhalten bleiben. Diese Gewässer gelten als besonders schwierig, weshalb das ein akzeptabler Kompromiss sein könnte“, so Grant Sprague, ehemaliger stellvertretender Energieminister Albertas.
Die Regierung von Alberta führt direkte Beratungen mit Bürgern Britisch-Kolumbiens zu den vorgeschlagenen Routen, während der Premierminister von B.C. beklagt, von diesen Gesprächen ausgeschlossen zu sein.
„Wir müssen am Verhandlungstisch sitzen, wir sollten dort sein und hoffen, bald dabei zu sein – bisher sind wir es jedoch nicht“, sagte Premierminister Eby am vergangenen Montag.
Alberta erwägt zudem eine mögliche südliche Route in Richtung Vancouver, die offenbar von Ottawa bevorzugt wird. Die Bundesregierung ist für interprovinciale Pipelines zuständig und wird somit die endgültige Entscheidung treffen.