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Ebola stellt keine Gefahr für die Fußball-WM dar

Ebola keine Bedrohung für die Fußball-WM 2026

Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika wird voraussichtlich keine Schwierigkeiten bei der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft in Guadalajara, Mexiko, verursachen. Dort bestreitet die Demokratische Republik Kongo ihr zweites Gruppenspiel der Gruppe K gegen Kolumbien. Die Regierung von Jalisco hat bereits die erforderlichen Gesundheitsprotokolle aktiviert und arbeitet eng mit der Bundesregierung zusammen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Gefahren durch Ebola bei der WM

In einem Interview mit AS México erklärte Héctor Raúl Pérez Gómez, Gesundheitssekretär von Jalisco, dass die Landesregierung den Ausbruch seit drei Wochen genau beobachte und derzeit kein erhebliches Risiko für die WM sehe.

„Die Weltgesundheitsorganisation stuft diesen Ausbruch als geringes Risiko für die Gesundheitssysteme weltweit ein. Der Ausbruch von 2014 bis 2016, der der schwerwiegendste war, hatte zwar große Auswirkungen, jedoch wurden nur wenige Fälle in Europa behandelt. Dabei handelte es sich um Personen, die in den betroffenen afrikanischen Ländern infiziert wurden“, erläuterte er.

„Wir müssen wachsam und aufmerksam bleiben, aber ohne in Panik zu verfallen“, fügte der Beamte hinzu.

Das Hauptanliegen von Pérez Gómez und seinem Team ist die Ankunft von kongolesischen Fans.

Keine Reisebeschränkungen für Fans

„Es ist wichtig, eine strenge epidemiologische Überwachung aufrechtzuerhalten. Bislang hat die WHO keine Reisebeschränkungen für Personen aus der Demokratischen Republik Kongo oder Uganda verhängt“, erklärte er.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen besteht bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Bundesregierung über das mexikanische Außenministerium sowie das Nationale Einwanderungsinstitut.

„Wir müssen jeden Passagier und internationalen Besucher genau erfassen. In den Einwanderungsformularen gibt es einen Abschnitt, in dem abgefragt wird, welche Länder Reisende vor ihrer Ankunft in Mexiko besucht haben. Ein großer Teil unserer Gesundheitsüberwachung beruht auf der Ehrlichkeit der Angaben der Passagiere. Wir setzen darauf, dass diese wahrheitsgemäß antworten. Zudem verfügen unsere internationalen Einreisepunkte über Gesundheitskontrollbereiche, in denen Personen mit Symptomen untersucht werden können.“

DR Kongo-Team gilt als unbedenklich

Laut Pérez Gómez stellt die kongolesische Nationalmannschaft, die „Leoparden“ genannt wird, kein großes Risiko dar, da sie in Europa trainiert und sich somit außerhalb Afrikas aufhält.

„Die Mannschaft hat öffentlich bekanntgegeben, dass sie vor der WM nicht in ihr Heimatland zurückkehren wird. Es wird keine Abschiedsveranstaltung mit Fans geben. Die Spieler reisen direkt hierher und werden nach Ablauf der Inkubationszeit eintreffen. Es bestehen keine Bedenken, das Team und die Verantwortlichen zu empfangen. Sie trainieren außerhalb der betroffenen Regionen und unterziehen sich umfassenden medizinischen Kontrollen“, erklärte der Gesundheitssekretär.

Die Demokratische Republik Kongo startet ihre FIFA-Weltmeisterschaftskampagne 2026 am 17. Juni im NRG Stadium in Houston gegen Portugal. Anschließend reisen sie am 23. Juni nach Guadalajara, um gegen Kolumbien anzutreten, bevor sie am 27. Juni in Atlanta gegen Usbekistan das Gruppenspiel abschließen.

„Die Leoparden“ werden während des gesamten Turniers im Houston Sports Park bleiben und keine Übernachtungen in Mexiko einplanen.

Ebola – eine der tödlichsten Krankheiten

Das Ebola-Virus verursacht eine schwere hämorrhagische Fiebererkrankung, die vor allem Primaten befällt. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten, etwa Blut oder Urin.

„Das Besondere ist, dass eine Person mit Ebola das Virus erst nach Auftreten der Symptome weitergibt, im Gegensatz zu einigen anderen ansteckenden Krankheiten. Wäre Ebola luftübertragbar, stünden wir vor einer Katastrophe“, erklärte Pérez Gómez.

Die hohe Sterblichkeitsrate ist seit jeher eine große Sorge für Mediziner. Laut WHO liegt die Mortalitätsrate bei etwa 50 %.

Die Epidemie von 2014 bis 2016 forderte in zehn Ländern insgesamt 11.323 Todesopfer, wobei die meisten Fälle in Liberia, Sierra Leone und Guinea konzentriert waren.

Der aktuelle Ausbruch hat bisher mindestens zehn Menschenleben in der Demokratischen Republik Kongo gefordert, so der jüngste Bericht von WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus. Die Organisation meldet zudem 101 bestätigte Fälle sowie 900 weitere Verdachtsfälle und 200 Todesfälle, die möglicherweise mit Ebola in Verbindung stehen.