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Wie standen die Chancen für Tottenham und West Ham vor der Premier-League-Saison 2025/26 auf den Abstieg?

Chancen für Tottenham und West Ham auf Abstieg vor der Premier League 2025/26

Im August schien die Vorstellung, dass Tottenham Hotspur und West Ham United in einen Abstiegskampf geraten könnten, für viele noch absurd.

Blicken wir jedoch auf den letzten Spieltag der Premier-League-Saison 2025/26, wirkt diese Idee plötzlich deutlich realistischer.

Alle 10 Begegnungen starten am Sonntag gleichzeitig um 17 Uhr MEZ. Tottenham steht vor dem Abschluss auf dem 17. Platz mit 38 Punkten, West Ham befindet sich mit 36 Punkten auf dem 18. Rang und damit in der Abstiegszone. Die Hammers müssen gewinnen und darauf hoffen, dass Tottenham verliert, um den Klassenerhalt zu sichern.

Doch bereits vor Saisonbeginn gab es erste Warnsignale.

Wie hoch waren Tottenhams Abstiegschancen?

Bevor der Ball überhaupt rollte, standen die Quoten für Tottenham bei +3500 auf den Abstieg. Das waren zwar immer noch lange Quoten, aber deutlich kürzer als bei den absoluten Topteams der Liga.

Liverpool und Arsenal hatten zu Saisonstart jeweils Quoten von +50000 auf den Abstieg. Chelsea, Newcastle und Aston Villa lagen bei +15000. Tottenham befand sich damit in einer ungewöhnlichen Mittelstellung, die auf eine gewisse Unbeständigkeit beim Club hinwies.

Zugleich lag Tottenham bei +500 für einen Platz unter den ersten vier und +150 für die Top sechs, was die Unsicherheit über ihre Saisonleistung treffend widerspiegelte.

Diese Unvorhersehbarkeit wurde zur Realität.

Vor dem letzten Spieltag haben die Spurs nur neun Siege in 37 Partien, eine Tordifferenz von minus zehn und stehen bei 38 Punkten. Trotz einzelner guter Momente blieb stets das Gefühl, dass ein Einbruch bevorstehen könnte.

Wie standen West Hams Abstiegschancen?

Der Markt war von Anfang an deutlich pessimistischer für West Ham.

Die Hammers starteten mit einer Quote von +550 auf den Abstieg und waren damit vor Saisonbeginn der sechstwahrscheinlichste Abstiegskandidat. Das wirkte damals dramatisch für ein Team mit jüngster Europaerfahrung und einem Kader voller erfahrener Premier-League-Spieler.

Heute erscheint das fast großzügig.

West Ham geht mit 19 Niederlagen aus 37 Spielen in den letzten Spieltag. Nur Burnley und Wolverhampton haben noch weniger Punkte und sind bereits abgestiegen. Die Defensive ist völlig instabil und hat 65 Gegentore kassiert, was den viertschlechtesten Wert der Liga bedeutet.

Die Bedenken vor Saisonbeginn haben sich bestätigt: eine alternde Mannschaft und inkonstanter Angriff.

Chaos am letzten Spieltag der Premier League für zwei Teams

Bemerkenswert ist, wie stark die Tabelle im Vergleich zu den Erwartungen vor der Saison abweicht.

Arsenal hat die Meisterschaft mit 82 Punkten bereits sicher, während Manchester City, Manchester United und Aston Villa ihre Champions-League-Plätze gesichert haben. Liverpool, nach einem teuren Sommer als Titelkandidat gehandelt, belegt nur den fünften Platz und könnte theoretisch noch die Champions League verpassen.

Unterdessen steht Sunderland, von vielen als direkter Absteiger gehandelt, mit 51 Punkten sicher auf dem 10. Rang.

Am Tabellenende sind Burnley und Wolverhampton bereits abgestiegen. Der finale Überlebenskampf konzentriert sich nun auf West Ham und darauf, ob Tottenham einen der überraschendsten Abstürze der jüngeren Premier-League-Geschichte verhindert.

Denn schon vor Monaten deuteten die Wettmärkte an, dass sich etwas Ungewöhnliches anbahnt.

Doch fast niemand wollte daran glauben.