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Rubio würdigt Merz für Behandlung eines US-Ebola-Patienten

Rubio dankt Merz für Behandlung eines US-Ebola-Patienten

Friedrich Merz sorgt mit seinen Aussagen zu den USA immer wieder für Unmut in Washington. Nun überraschen positive Worte von Außenminister Marco Rubio. Angesichts der aktuellen Hilfegesuche dürfte die Anerkennung der USA gegenüber Deutschland weiter steigen.

Die US-Regierung hat Bundeskanzler Friedrich Merz für die medizinische Versorgung eines US-Ebola-Patienten in Deutschland ausdrücklich gedankt. Außenminister Rubio schrieb auf der Plattform X: „Ein herzliches Dankeschön an Bundeskanzler Merz und unsere deutschen Freunde für die schnelle Unterstützung bei der Behandlung der von der Ebola-Epidemie betroffenen Amerikaner. Wir schätzen die Zusammenarbeit sehr.“

Seit Mittwoch wird ein im Kongo mit Ebola infizierter US-Amerikaner in einer Spezialstation der Berliner Charité betreut. Der Patient, selbst Arzt, wurde auf Ersuchen der USA von der Bundesregierung nach Deutschland ausgeflogen, um dort behandelt zu werden.

Familienangehörige sollen ebenfalls nachreisen

Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass auch die engsten Angehörigen des Patienten nach Deutschland gebracht werden sollen. Seine Ehefrau und drei Kinder sollen in die spezielle Isolierstation des Universitätsklinikums verlegt werden. Grundlage dafür ist ein entsprechendes Hilfegesuch der US-Behörden.

Die Familienmitglieder hatten sich ebenfalls im Kongo aufgehalten und gelten als Kontaktpersonen des Infizierten. Sie wurden zuletzt ohne Symptome getestet und zeigten negative Ergebnisse. Laut Ministerium ist geplant, sie auf dem gleichen Weg nach Deutschland zu transportieren – zunächst per Spezialflugzeug und anschließend in Berlin mit einem speziell ausgestatteten Infektions-Rettungswagen zum Krankenhaus.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, dass aufgrund kürzerer Flugzeiten und der Erfahrung in der Ebola-Behandlung der Patient nach Deutschland verlegt werden sollte – ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko. Von deutscher Seite gab es zunächst keine offizielle Bestätigung für die Aufnahme dieser sechs Personen.

Ein ungewöhnliches Lob in schwierigen Zeiten

Die positiven Worte von Rubio gegenüber Merz und Deutschland fallen besonders ins Gewicht, da zuletzt die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Berlin angespannt waren. So äußerte Merz beim Katholikentag vergangene Woche, er würde seinen Kindern nicht empfehlen, in den USA zu leben, auszubilden oder zu arbeiten. Grund dafür sei das „gesellschaftliche Klima“, das sich in den Vereinigten Staaten „plötzlich“ verändert habe.

Darauf reagierte US-Präsident Trump empört und warf Merz vor, keine Ahnung von der Situation zu haben. Trump machte mehrfach deutlich, dass er Deutschland und andere NATO-Partner für eine unzureichende Unterstützung hält.

Auch Merz’ Kommentare zum Konflikt im Iran führten zu Spannungen. Ende April kritisierte der Kanzler Trump scharf und warf ihm vor, im Iran-Krieg „offensichtlich keine Strategie“ zu verfolgen. Zudem sagte er, dass die US-Verhandlungen mit Teheran eine ganze Nation durch die iranische Führung „demütigten“.

Erst am vergangenen Freitag beendeten Berlin und Washington eine längere Phase des Schweigens: Merz telefonierte mit Trump auf dessen Rückreise aus China und bezeichnete das Gespräch auf der Plattform X als „gutes Telefonat“.