Shai Gilgeous-Alexander gegen Victor Wembanyama: Historisches Duell in den Western Conference Finals
Als mit Spannung erwartetes Duell zwischen den Rivalen Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs versprechen die NBA Western Conference Finals ein historisches Ereignis zu werden – unabhängig vom Ausgang auf dem Parkett.
Neben dem Aufeinandertreffen des amtierenden Meisters gegen ein aufstrebendes Team, das viele als zukünftigen Anwärter sehen, hebt das direkte Duell zwischen Shai Gilgeous-Alexander und Victor Wembanyama die Serie auf ein ganz neues Level.
Die Western Conference Finals 2026: MVP trifft auf den besten Verteidiger
Gilgeous-Alexander, der zum zweiten Mal in Folge als MVP ausgezeichnet wurde, und Wembanyama, der Defensive Player of the Year 2025-26, liefern der NBA eine Storyline, die es seit 2009 nicht mehr gab. Dieses dritte Playoff-Rundenduell ist erst das siebte Mal, dass das Team des MVP und das des besten Verteidigers aufeinandertreffen.
Das letzte Mal war 2009, als LeBron James mit den Cleveland Cavaliers an Dwight Howards Orlando Magic in den Eastern Conference Finals scheiterte. Schon in der Saison davor, den NBA Finals 2008, trafen Kobe Bryant und die Los Angeles Lakers auf Kevin Garnett und die Boston Celtics.
Ein Serienerfolg der Thunder wäre für Gilgeous-Alexander besonders historisch
Ein Einzug in die NBA Finals wäre für Gilgeous-Alexander der erste Playoffseriensieg eines MVP gegen einen Defensive Player of the Year seit 1996 – damals setzte Michael Jordan die Dynastie der Chicago Bulls mit einem Erfolg über Gary Payton und die Seattle SuperSonics fort.
Obwohl Wembanyama und die Spurs eine große Herausforderung darstellen, gehen die Thunder als ungeschlagenes Team in die Serie. Sie gewannen drei von vier Spielen bei ihrem Sweep gegen die Lakers, wobei Gilgeous-Alexander in diesen Spielen weniger als 24 Punkte erzielte.
Gilgeous-Alexander übertraf seine erste MVP-Saison
Der 27-jährige Superstar der Thunder erzielte im Schnitt 31,1 Punkte, 4,3 Rebounds und 6,6 Assists auf dem Weg zu seiner zweiten MVP-Auszeichnung. Seine Feldwurfquote lag bei beeindruckenden 55,3 %, was eine Steigerung gegenüber den 51,3 % der Vorsaison bedeutet, ebenso wie seine Dreipunktquote von 38,6 % – ebenfalls höher als in seiner ersten MVP-Saison.
Um Gilgeous-Alexanders Saison einzuordnen: Er übertraf Michael Jordan in Bezug auf die höchste Feldwurfquote eines Shooting Guards mit einem Schnitt von 30 oder mehr Punkten pro Spiel.
Auch Wembanyama kämpfte um den MVP-Titel
Wembanyama dominierte auf beiden Seiten des Spielfelds und erreichte den dritten Platz in der MVP-Wertung. Er erzielte durchschnittlich 25,0 Punkte, 11,5 Rebounds, 3,1 Assists und 3,1 Blocks bei einer beeindruckenden Feldwurfquote von 51,2 %.
Die Western Conference Finals beginnen am Montagabend um 20:30 Uhr ET in der Paycom Center Arena in Oklahoma City.