Neuer Blick aus Peking? Bericht über Xi zu Trump: Putin könnte Ukraine-Krieg bereuen
China hat zwar nie offen die russische Invasion in der Ukraine befürwortet, doch ist unübersehbar, dass Peking Moskau unterstützt. Nun wirft ein Bericht Fragen zur festen Allianz zwischen beiden auf. Während des Besuchs von US-Präsident Trump soll Präsident Xi überraschende Aussagen gemacht haben.
Berichten zufolge soll Xi Jinping während Trumps China-Besuch geäußert haben, dass Wladimir Putin seine Entscheidung zur Invasion in der Ukraine möglicherweise irgendwann bereuen könnte. Dies berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mehrere Informanten, die mit den Hintergründen des Gipfeltreffens in Peking vertraut sind. Die chinesischen Gespräche umfassten auch das Thema Ukraine.
Die Aussagen Xis zu Putins Schritt, 2022 die umfassende Invasion zu starten, gehen offenbar weiter als frühere Stellungnahmen. So erklärte eine mit Xis Treffen mit Ex-Präsident Joe Biden vertraute Person, dass Xi damals zwar offen gesprochen habe, jedoch keine vergleichbare Einschätzung abgegeben habe. Weder die chinesische Botschaft noch die US-Regierung kommentierten den Bericht.
Diese mögliche Enthüllung trifft Putin ungünstig: Am kommenden Dienstag reist er nach Peking, um Xi zu treffen – nur wenige Tage nach Trumps Besuch.
Putin hatte am 24. Februar 2022 die vollständige Invasion in der Ukraine gestartet, drei Wochen nach seiner China-Reise, bei der Xi und er eine „grenzenlose“ Partnerschaft verkündet hatten. Vier Jahre später hat sich der Krieg zu einer Pattsituation entwickelt. Russland verlor zuletzt sogar zuvor erobertes ukrainisches Gebiet, während ukrainische Drohnenangriffe die russische Wirtschaft zunehmend belasten.
Die Biden-Administration hat China wiederholt vorgeworfen, Russland mit Gütern zu versorgen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können und so die Invasion unterstützen. Auch unter Trump gab es solche Vorwürfe, wenn auch seltener.