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Botschafter äußert sich zufrieden: Ukraine erhält aus Deutschland „mehr Militärhilfe als je zuvor“

Botschafter zeigt sich zufrieden: Ukraine: "Mehr Militärhilfe als je zuvor" aus Deutschland

Die Ukraine hat lange vergeblich um Taurus-Marschflugkörper gebeten. Botschafter Makeiev erklärt nun jedoch, dass diese Waffen nicht mehr entscheidend für den Krieg seien. Das Land produziert mittlerweile eigene Langstreckenwaffen und profitiert von weiterer Unterstützung aus Berlin.

Die Einschätzung des ukrainischen Botschafters fällt positiv aus: Deutschland liefert der Ukraine „mehr Militärhilfe als jemals zuvor“, so Oleksii Makeiev im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. Zwar würden Details der deutschen Hilfen nicht mehr öffentlich bekanntgegeben, doch habe die neue Bundesregierung die Unterstützung sowohl in Menge als auch Qualität gesteigert.

Die frühere und aktuelle Bundesregierung lehnten es ab, Taurus-Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern an die Ukraine zu liefern. Der Botschafter betont jedoch, dass dies inzwischen nicht mehr kriegsentscheidend sei. „Wir verfügen längst über eigene Fähigkeiten dieser Art und erreichen mit Drohnen und Marschflugkörpern Ziele bis zu 1500 bis 2000 Kilometer tief im russischen Hinterland.“

Das deutsche Modell sei zwar für bestimmte militärische Einsätze besonders geeignet, doch habe sich die Diskussion durch die eigenen Innovationen der Ukraine verändert. „Wir Ukrainer sind nicht mehr so dringend auf Taurus angewiesen“, so Makeiev.

Langfristig könnte eine gemeinsame Produktion mit deutschen und anderen europäischen Firmen „die Tomahawks ersetzen“, die nach US-Regierungsankündigung nicht mehr in Deutschland stationiert werden sollen. Dies zeige, „dass die deutsch-ukrainische Beziehung keine Einbahnstraße ist“ und dass die Ukraine ein wertvoller Partner sei. „EU und NATO erkennen zunehmend, dass sie auf die militärischen Kapazitäten der Ukraine angewiesen sind, um Russland in Europa in Schach zu halten“, erklärte Makeiev.

Der Botschafter sieht die gemeinsamen Verteidigungsbemühungen durch gezielte russische Propaganda gefährdet. „Es schmerzt mich zu beobachten, wie Russland mit linken und rechten Agenten den politischen Diskurs in Deutschland systematisch vergiftet“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Wir wissen, dass einige Bundestagsabgeordnete vom Kreml finanziert werden.“ Vor diesem Hintergrund beobachte er „als Europäer und Demokrat“ mit großer Sorge die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. „Ich hoffe sehr, dass dort Demokratie und Freiheit obsiegen und nicht die von ausländischen Autokraten unterstützten Kräfte.“