Putin-Vertrauter lobt AfD als „Hoffnung für die Deutschen“ – Unterstützung aus dem Kreml
Aktuelle Umfragen zeigen die AfD als Spitzenreiter bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern. Im Kreml wird dieser Trend mit Zufriedenheit registriert.
Kirill Dmitrijew, zuständig für Russlands Außenwirtschaftsbeziehungen und enger Vertrauter des Kremlchefs, begrüßte die hohen Zustimmungswerte der AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Plattform X kommentierte er ein von AfD-Chefin Alice Weidel veröffentlichtes Umfrageergebnis mit den Worten: „Die AfD ist zur HOFFNUNG für die Deutschen geworden.“ Laut der Erhebung von Infratest dimap liegt die Partei mit 36 Prozent der Stimmen klar vor ihren Mitbewerbern.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Dmitrijew öffentlich die AfD unterstützt. Er bezeichnete die Partei im Oktober letzten Jahres als die populärste in Deutschland, da sie sich „gegen unkontrollierte Zuwanderung, Lügen und Zensur“ einsetze, basierend auf damaligen Umfragewerten.
Dmitrijew zählt zu den engsten Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Als dessen Hauptunterhändler im Ukraine-Konflikt setzte er sich insbesondere für eine Verbesserung der Beziehungen zur US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein, während er Europa und Kiew mehrfach scharf kritisierte. Auch die Trump-Administration pflegte bekanntermaßen enge Kontakte zur AfD. Als der Verfassungsschutz die Partei im Mai letzten Jahres als gesichert rechtsextrem einstufte – eine Einstufung, die das Verwaltungsgericht Köln im Eilverfahren untersagte – verurteilte Außenminister Marco Rubio dies als „verdeckte Tyrannei“.
AfD-Abgeordnete planen Russlandreise
Kürzlich berichtete der Podcast „Inside AfD“ von „Politico“ über die Einladung zweier AfD-Bundestagsmitglieder zum Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Der Fraktionsvize Stefan Keuter bestätigte, dass er Reiseanträge der Abgeordneten Markus Frohnmaier und Steffen Kotré genehmigen werde. Frohnmaier hatte seine Reisepläne bereits im Oktober gegenüber n-tv angekündigt, wurde damals jedoch von AfD-Chefin Alice Weidel zu Zurückhaltung aufgefordert.
Im September stehen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen sowie Berlin an. In den beiden ostdeutschen Bundesländern führt die AfD in Umfragen deutlich, verfügt derzeit jedoch über keine potenziellen Koalitionspartner.