Zukunft von Jason Kidd nach Anstellung von Masai Ujiri bei den Mavericks ungewiss
Jason Kidd strebte die Position des Teampräsidenten bei den Dallas Mavericks an. Nun haben die Mavericks Masai Ujiri engagiert, der als neuer Präsident Kidd jedoch bisher nicht als langfristigen Cheftrainer bestätigt hat.
Die Verpflichtung von Ujiri erfolgte nach einer intensiven Suche durch Eigentümer Patrick Dumont und zwei seiner Führungskräfte, nachdem General Manager Nico Harrison entlassen worden war. Jetzt ist Ujiri der unangefochtene Chef in Dallas und neben dem Rookie des Jahres Cooper Flagg der einzige mit echter Jobsicherheit.
Jason Kidd versuchte die Machtvakuum bei den Dallas Mavericks auszunutzen
Der Trade von Luka Doncic für Anthony Davis in der Saison 2024-25 sorgte für Unruhe innerhalb der Mavericks-Organisation, und die Fans forderten wiederholt die Entlassung von Harrison. Diese erfolgte schließlich im Herbst, woraufhin Kidd Berichten zufolge versuchte, Harrisons Nachfolger zu werden.
Kidds Bewerbung scheiterte bereits vor Monaten. Er war nicht in den Einstellungsprozess involviert, der zur Verpflichtung von Ujiri führte, auch wenn seine Beziehung zu Flagg sein Ansehen bei Dumont stärkt. Zudem wäre es für die Mavericks kostspielig, sich von Kidd zu trennen, da dieser in den letzten beiden Spielzeiten Vertragsverlängerungen erhielt und nun noch vier Jahre unter Vertrag steht.
Während Dumont zwar zu Kidd steht, scheint er noch entschlossener, jemand anderen als öffentliches Gesicht der Mavericks zu etablieren. Dumont meidet öffentliche Auftritte und hat zudem Verpflichtungen im Familien-Casino-Geschäft. Ujiri zählt zu den erfolgreichsten Führungskräften, die die Mavericks hätten verpflichten können, und diese Erfolgsbilanz gibt ihm die Entscheidungsgewalt – unter anderem auch über die Zukunft eines Mannes, der seinen Job wollte.
Jason Kidd ist vorerst wahrscheinlich sicher
Als Ujiri 2013 die Toronto Raptors übernahm, führte er zunächst den damaligen Cheftrainer Dwane Casey weiter, bevor er nach fünf Jahren Casey durch Nick Nurse ersetzte. Allerdings hatte Casey zuvor nicht versucht, General Manager der Raptors zu werden.
Deshalb ist Kidds Position zumindest vorerst gesichert. Ujiri hat andere dringende Aufgaben, wie den Aufbau eines Teams um Flagg, den Mangel an zukünftigen Erstrunden-Picks und die Zukunft von Kyrie Irving sowie anderen erfahrenen Spielern. Es ist unklar, ob die Mavericks einen Neuaufbau planen oder nächste Saison um Titel mitspielen wollen.
Dennoch ist es aufschlussreich, dass Ujiri lediglich ankündigte, sich mit Kidd treffen zu wollen und versprach, die Mavericks „von Kopf bis Fuß“ zu prüfen.
Vielleicht wird Ujiri von Kidds Führung überzeugt sein. Vielleicht erleben die Mavericks unter der Führung von Ujiri und Kidd eine erfolgreiche Zukunft.
Doch Kidds Zukunft in Dallas ist deutlich ungewisser als noch vor dieser Woche. Ujiri steht eine vielversprechende Zukunft in Dallas bevor, in der Kidds Verbleib offen bleibt.