Carney: Kanada wird Energie und kritische Mineralien nicht als Druckmittel in US-Handelsgesprächen nutzen
Premierminister Mark Carney lehnt die Auffassung ab, dass Kanada Energie oder kritische Mineralien als „Druckmittel“ in den bevorstehenden Handelsgesprächen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump einsetzen könnte.
Diese Äußerungen machte der Premierminister in einem Interview mit The Canadian Press – sein erstes, seit er vor über einem Jahr seinen Eintritt in die Bundespolitik bekanntgegeben hatte.
Carney erklärte, er würde diese Bereiche nicht als „Druckmittel“ bezeichnen, da Kanada nicht darüber nachdenkt, bestehende Handelsbeziehungen zu unterbrechen.
Seine Aussagen erfolgten nachdem der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer in Washington vor einem Publikum betonte, dass Kanada seine Energie- und Mineralressourcen nicht als Druckmittel bei den Verhandlungen zur Erneuerung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens einsetzen sollte.
Carney verteidigte zudem die Handelspolitik des ehemaligen Premierministers Justin Trudeau und dessen Umgang mit Trump. Er hob hervor, dass Trudeau erfolgreich das Abkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko (CUSMA) während Trumps erster Amtszeit ausgehandelt habe.
Carney betonte, dass das Abkommen, besser bekannt als CUSMA, „zeitlos“ sei und er davon ausgehe, dass „wesentliche Teile davon“ im Erneuerungsprozess erhalten bleiben.