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Russische Desinformation: Ein dringendes Risiko für Kanada, warnt Senatsausschuss

Russische Desinformation bedroht Kanada – Dringender Handlungsbedarf laut Senatsausschuss

Kanadas Fähigkeit, der „dringenden“ Bedrohung durch russische Desinformation entgegenzuwirken, hinkt der rasch zunehmenden Verbreitung dieser schädlichen Online-Aktivitäten immer mehr hinterher, warnt ein neuer Bericht des Senatsausschusses und fordert eine gesamtgesellschaftliche Antwort sowie verstärkte Regierungsmaßnahmen.

Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht des Senatsausschusses für nationale Verteidigung und Sicherheit basiert auf einer jahrelangen Untersuchung, die bis zum vorherigen Parlament zurückreicht, und lässt die Senatoren zu der Überzeugung gelangen, dass die Desinformation aus Russland eine unmittelbare Gefahr für Kanadas nationale Sicherheit, demokratische Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt.

„Die Desinformation Russlands wächst und entwickelt sich in rasantem Tempo weiter“, heißt es im Bericht.

„Die kanadische Regierung unternimmt zwar Anstrengungen, um Desinformation zu bekämpfen, doch das Ausmaß der russischen Desinformation übersteigt die derzeitigen Kapazitäten Kanadas, sie wirksam zu bekämpfen.“

Der Bericht betont, dass der Aufstieg der generativen künstlichen Intelligenz und die unregulierte Verbreitung von Desinformation über soziale Medien dazu führen, dass Kanadier vermehrt russischen Falschinformationen ausgesetzt sind.

Besonders besorgniserregend ist die Verbreitung von Inhalten, die darauf abzielen, die Unterstützung für die Ukraine und die NATO zu untergraben, sowie Desinformation, die sich gegen kanadische Militär- und politische Persönlichkeiten richtet. Als Folge haben Zeugen zufolge Polarisierung und gewalttätiger Extremismus gegenüber ukrainischen und Minderheitengemeinschaften zugenommen.

„Die Exposition der Kanadier gegenüber russischer Desinformation ist erheblich“, fasste der Bericht zusammen, wobei Zeugenaussagen darauf hinwiesen, dass die Mehrheit der Kanadier online auf pro-kremlische Botschaften stößt.

„Nach Ansicht der Zeugen beeinflussen Russlands globale Desinformationskampagnen auch Kanada, indem sie die liberale internationale Ordnung destabilisieren und die Demokratie untergraben.“

Der Bericht enthält zehn Empfehlungen, darunter die Entwicklung eines gesamtstaatlichen Ansatzes zur Bekämpfung russischer Desinformation, der einen strategischen Plan und jährliche Berichte an das Parlament umfasst.

Jede nationale Sicherheitsstrategie, die bis zur nächsten Wahl veröffentlicht wird, muss zudem wirksame, umfassende und koordinierte Maßnahmen gegen russische Desinformation enthalten und darlegen.

Der Ausschuss fordert außerdem die Entwicklung und Finanzierung eines gesamtgesellschaftlichen Konzepts zur Bekämpfung sämtlicher Desinformation, einschließlich jener aus Russland, das Provinz-, Territorial-, Kommunal- und indigene Regierungen sowie Gemeinschaftsgruppen, zivilgesellschaftliche Organisationen und den Privatsektor einbezieht.

Weitere Empfehlungen umfassen eine verbesserte öffentliche Transparenz bezüglich russischer Desinformationskampagnen, neue Maßnahmen und finanzielle Unterstützung für Organisationen, die sich gegen anti-ukrainische Inhalte engagieren, sowie die Einrichtung eines unabhängigen Expertenpanels zur Überprüfung Kanadas Strategien gegen Desinformation.

Der Bericht fordert zudem Ottawa auf, „weiterhin Strategien zu entwickeln und umzusetzen, um KI-basierte Werkzeuge zur Überwachung, Erkennung, Analyse und Reaktion auf ausländische Desinformation einzusetzen.“