Kanadas Emissionsreduktionen verlangsamten sich 2024, zeigen Bundesdaten
Der jüngste Jahresbericht zu den Treibhausgasemissionen verdeutlicht, dass sich Kanadas Emissionsreduktionen im Jahr 2024 nahezu vollständig verlangsamt haben.
Ottawa veröffentlichte am Mittwoch still und leise seinen nationalen Inventarbericht, den es jährlich bei den Vereinten Nationen einreichen muss.
Der Bericht zeigt, dass die Emissionen im Vergleich zu 2023 lediglich um 0,3 Prozent gesunken sind, wobei Anstiege im Öl- und Gassektor sowie in der Landwirtschaft die Rückgänge in den Bereichen Stromnetze, Verkehr und Gebäude ausgleichen.
Der Bericht erscheint kurz bevor Umweltministerin Julie Dabrusin nächste Woche nach Berlin und Paris reist, um sich mit internationalen Partnern zu treffen.
Kanada hat sich verpflichtet, seine Emissionen um 40 bis 45 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 zu senken, doch Modellierungen zeigen, dass das Land seine Ziele vermutlich verfehlen wird.
Die aktuellen Zahlen für 2024 positionieren Kanada unter den schlechtesten Ländern der G7 mit nur einer Reduktion von 10,3 Prozent gegenüber 2005.