Kanada und nordische Führungskräfte wollen Beziehungen vertiefen angesichts handelspolitischer Zwangsmittel
Die Premierminister Kanadas und der nordischen Länder haben sich darauf verständigt, ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter zu intensivieren, da Technologie und internationaler Handel zunehmend als „Zwangsinstrument“ eingesetzt werden, wie sie in einer gemeinsamen Erklärung betonten.
Premierminister Mark Carney beendet seinen Aufenthalt in Norwegen mit Treffen beim norwegischen Regierungschef sowie den Führungskräften Dänemarks, Islands, Schwedens und Finnlands.
Die Staats- und Regierungschefs erörterten die Notwendigkeit, Handel und Investitionen auszubauen, da gleichgesinnte Länder in den vergangenen Jahren unter anderem durch US-Zölle und Drohungen zur Annexion Grönlands vor Herausforderungen standen.
Grönland ist ein selbstverwaltetes dänisches Gebiet.
Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen erklärte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen, die alte Weltordnung sei vorbei und werde vermutlich nicht zurückkehren.
Die Führungskräfte einigten sich zudem darauf, die militärische Zusammenarbeit in der Arktis zu vertiefen und sich verstärkt für den Ausbau erneuerbarer Energien einzusetzen.
Carney wird Norwegen am Sonntag verlassen und nach London reisen, wo er am Montag ein Treffen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer plant.
Dies wird das siebte Zusammentreffen der beiden Regierungschefs innerhalb von etwas mehr als einem Jahr sein.