Spaniens WM-Superstition kehrte nach 16 Jahren zurück – und sie funktionierte erneut
Zukünftige WM-Finalisten, merkt euch das: Eine Münze vor Spielbeginn im Gras zu vergraben, garantiert den Sieg – zumindest wenn man Spanier ist und idealerweise als linker Verteidiger spielt.
Die Stichprobengröße ist zwar klein, doch Spanien steht jetzt bei zwei von zwei Fällen, in denen einer ihrer defensiven Schlüsselspieler dieses Ritual vor einem WM-Finale durchgeführt hat.
Die Münze, die Spanien Glück brachte
Joan Capdevila, der linke Außenverteidiger der Mannschaft, die 2010 Spaniens ersten WM-Titel holte, teilte ein Video von Marc Cucurella, der dieselbe Position in der aktuellen Auswahl bekleidet. Darin vergräbt Cucurella kurz vor Spielbeginn im Sonntagsspiel gegen Argentinien etwas, das sich später als Münze herausstellte, am Spielfeldrand.
„2010 habe ich vor Spielbeginn eine Münze im Gras vergraben… Diese Geschichte habe ich unzählige Male erzählt“, schrieb Capdevila auf X. „Ich habe @cucurella3 gebeten, es gestern genauso zu machen… Marc, ich hab dich so lieb. DU BIST WELTMEISTER!“
Die Siege Spaniens bei beiden Turnieren ähnelten sich verblüffend. Capdevilas Team von 2010 brauchte einen Treffer von Andrés Iniesta in der 116. Minute, um eine überaus physische niederländische Mannschaft zu besiegen, die das Spiel mit zehn Spielern beendete.
Für Spaniens Triumph 2026 mit Cucurella kann man denselben Satz übernehmen, nur „Andrés Iniesta“ durch „Ferran Torres“, „116. Minute“ durch „106. Minute“ und „Niederlande“ durch „Argentinien“ ersetzen.
Warum Capdevila fast das Finale Spanien gegen Argentinien verpasst hätte
Capdevila gehörte zu den spanischen Legenden im Publikum im MetLife Stadium am Sonntag, verriet aber auf X, dass er fast nicht hätte kommen können. Am 17. Juli, nur zwei Tage vor dem Finale, erklärte der ehemalige Verteidiger, ihm sei ein ESTA verweigert worden, weil er vor zehn Jahren in Iran an einem Freundschaftsspiel teilgenommen hatte.
Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde teilte jedoch der Associated Press per E-Mail mit, dass sie einen Antrag zur Einreisegenehmigung für Capdevila erhalten und genehmigt habe. Der 48-Jährige flog schließlich am Spieltag mit seinen zwei Söhnen nach New York ein.