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Zweimaliger Weltmeister ist Elite: Wer ist der einzige Spieler mit drei Titeln?

Zweimaliger Weltmeister: Wer gewann die WM dreimal?

Sollte Argentinien heute im Finale der Männer-Weltmeisterschaft Spanien besiegen, wären die Südamerikaner das erste Team seit 1962, das den Pokal zweimal in Folge gewinnt. Da Lionel Scalonis aktueller Kader viele Überlebende des argentinischen Titelgewinns 2022 enthält, würden zahlreiche Albiceleste-Stars in die exklusive Gruppe der mehrfachen Weltmeister mit zwei WM-Medaillen aufgenommen.

Genau genommen würde der Club der zweifachen Weltmeister um 14 neue Mitglieder erweitert: Thiago Almada, Julián Álvarez, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister, Emiliano Martínez, Lautaro Martínez, Lisandro Martínez, Lionel Messi, Nahuel Molina, Gonzalo Montiel, Nicolás Otamendi, Leandro Paredes, Rodrigo de Paul und Cristian Romero. Damit würde Argentinien die Liste von 20 Spielern, die seit fast einem Vierteljahrhundert unverändert ist und in den letzten 64 Jahren nur drei Neuzugänge verzeichnete, nahezu verdoppeln.

Unabhängig vom Ausgang im MetLife Stadium heute Nachmittag gibt es jedoch einen mehrfachen Weltmeister, der weiterhin eine eigene Klasse für sich bleibt – zumindest vorerst unerreichbar.

Kann ihn jemals jemand einholen? Pelé im Blickpunkt

Bis mindestens zur WM 2030 bleibt niemand dem Rekordhalter der Turniergeschichte auf den Fersen: dem legendären brasilianischen Stürmer Pelé, dem einzigen Spieler mit drei Weltmeistertiteln. Der Torschütze von 12 WM-Toren – „O Rei“ („der König“) – war Teil Brasiliens Triumph bei den Turnieren 1958, 1962 und 1970.

Als 17-jähriges Wunderkind von 1958 wurde Pelé jüngster Spieler mit einem WM-Hattrick – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Zudem erzielte er eines der ikonischsten Solo-Tore der WM-Geschichte: Im 5:2-Finale gegen Gastgeber Schweden ließ er Verteidiger Bengt Gustavsson alt aussehen, indem er den Ball über dessen Kopf hob und volley ins Tor donnerte.

Vier Jahre später in Chile, als Brasilien als letzte Mannschaft den WM-Titel verteidigte, war Pelé aufgrund einer Verletzung nicht in der zentralen Rolle. Er erzielte zwar im Auftaktspiel gegen Mexiko (2:0) ein Tor, musste aber nach einem Problem am linken Bein im zweiten Gruppenspiel gegen die Tschechoslowakei (0:0) für den Rest des Turniers pausieren.

Bei der WM 1966 in England erlebten Pelé und Brasilien eine überraschende Vorrunden-Niederlage – ein Ausscheiden, das den Stürmer, verärgert über die harte Gangart der Gegenspieler, dazu brachte, seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft anzudrohen. „Fußball hörte auf, eine Kunst zu sein, hörte auf, die Zuschauer mit Technik zu begeistern“, klagte er später. „Stattdessen wurde es ein echter Krieg.“

Doch Pelé beendete seine Karriere in Brasilien nicht. 1970 krönte er seine letzte WM mit dem Sieg in Mexiko und führte eine Mannschaft an, die weithin als die beste in der Geschichte des Turniers gilt.

Pelés vier Tore bei der WM 1970 beinhalteten ein beeindruckendes Kopfballtor im Finale, das den 4:1-Erfolg gegen Italien einläutete. Noch bedeutender war seine Schlüsselrolle beim herausragenden Mannschaftstor zum Endstand: Mit nur vier Minuten Restzeit im Estadio Azteca endete die brasilianische Kombination mit einem präzisen Zuspiel von Pelé, der Kapitän Carlos Alberto den Weg für einen blitzsauberen Abschluss ebnete.

Mit dem Gewinn des dritten Weltmeistertitels in Pelés Karriere und der Geschichte Brasiliens erhielt das Land dauerhaft den Jules-Rimet-Pokal, was zur Schaffung der heutigen WM-Trophäe führte.

„Brasilien hatte ohne Zweifel die beste Mannschaft aller Zeiten […],“ sagte Pelé über seinen dritten WM-Triumph. „Auch der dauerhafte Besitz des Pokals war uns wichtig. Wir sagten uns: ‚Verliert ihn nicht, denn jetzt ist es endgültig.‘ Die Fans sagten uns: ‚Ihr müsst gewinnen, der Pokal muss uns gehören.’“

Die Liste aller mehrfachen Männer-Weltmeister:

Dreimaliger Weltmeister:

  • Pelé, Brasilien: 1958, 1962, 1970

Zweimalige Weltmeister:

  • Bellini, Brasilien: 1958, 1962
  • Cafú, Brasilien: 1994, 2002
  • Castilho, Brasilien: 1958, 1962
  • Didi, Brasilien: 1958, 1962
  • Djalma Santos, Brasilien: 1958, 1962
  • Giovanni Ferrari, Italien: 1934, 1938
  • Garrincha, Brasilien: 1958, 1962
  • Gilmar, Brasilien: 1958, 1962
  • Guido Masetti, Italien: 1934, 1938
  • Mauro, Brasilien: 1958, 1962
  • Giuseppe Meazza, Italien: 1934, 1938
  • Eraldo Monzeglio, Italien: 1934, 1938
  • Nilton Santos, Brasilien: 1958, 1962
  • Daniel Passarella, Argentinien: 1978, 1986
  • Pepe, Brasilien: 1958, 1962
  • Vavá, Brasilien: 1958, 1962
  • Mário Zagallo, Brasilien: 1958, 1962
  • Zito, Brasilien: 1958, 1962
  • Zozimo, Brasilien: 1958, 1962
  • Ronaldo, Brasilien: 1994, 2002

Spanien gegen Argentinien: Anstoßzeiten, Übertragung und Streaming der WM 2026 in den USA

Das WM-Finale 2026 beginnt heute, am Sonntag, 19. Juli, um 15:00 Uhr ET / 12:00 Uhr PT. Zuschauer in den USA können das Spiel live auf Fox, Telemundo, Fox One, Peacock und fubo verfolgen. Außerdem bieten wir hier bei AS USA einen Live-Ticker mit Textkommentaren an.