Lionel Scaloni deutet nach schmerzlicher WM-Finalniederlage Rücktritt an: „Es schmerzt meine Seele“
Lionel Scaloni war zutiefst erschüttert. Unter Tränen und sichtlich überwältigt brach der argentinische Nationaltrainer nach Wochen intensiven WM-Drucks und der vernichtenden Niederlage im Finale gegen Spanien schließlich zusammen. Seine emotionale Pressekonferenz nach dem Spiel verbreitete sich rasch weltweit und nährte die Vermutung, dass für Argentinien eine neue Ära anbricht.
Besonders überraschend waren Scaloni’s Äußerungen zu seiner eigenen Zukunft. Indem er offen in Frage stellte, ob er über 2026 hinaus weitermachen wird, versetzte er die argentinische Fangemeinde in Aufruhr. Die Ungewissheit wächst zusätzlich, da auch Lionel Messis internationale Zukunft weiterhin unklar ist.
Scaloni deutet Rückzug aus Argentinien an
„Ich bleibe bis Dezember, und danach werde ich mich wahrscheinlich zurückziehen“, erklärte Scaloni. „Ich muss das noch mit dem Präsidenten (Claudio ‚Chiqui‘ Tapia) besprechen, aber die Idee ist wohl, eine Pause einzulegen und mich zu erholen.“
Diese Aussagen lassen stark vermuten, dass Scaloni seinen Vertrag im Dezember nicht verlängern wird.
Sein bemerkenswerter Weg mit Argentinien begann im August 2018 als Interimstrainer und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Trainerzeiten der Landesgeschichte. Unter Scaloni gewann Argentinien die FIFA-Weltmeisterschaft 2022, die Copa América 2021 und 2024 sowie die Finalissima 2022 gegen Italien.
Ein emotionaler Abschied?
„Ich muss neu anfangen, eine neue Mannschaft wie diese aufbauen, und ich glaube nicht, dass sich so eine Gruppe leicht wiederfinden wird. Es schmerzt meine Seele. Es tut mir sehr leid…“
An dieser Stelle brach Scaloni in Tränen aus und die Pressekonferenz endete abrupt. Sprachlos verließ er den Raum, während Millionen argentinische Fans sich fragten, ob sie gerade seinen Abschied miterlebt hatten.
Scaloni war der einzige aus der argentinischen Delegation, der nach dem Spiel mit der Presse sprach. Die Spieler selbst vermieden jegliche Stellungnahme.
Argentinien bereitet sich auf einen Neuanfang vor
Nachdem der erste Schock verdaut ist, fürchten viele in Argentinien das Schlimmste.
Scaloni hatte schon zuvor einen Rückzug angedeutet, doch erstmals wächst in der argentinischen Fußballszene die Überzeugung, dass sein Abschied keine Spekulation mehr ist, sondern eine reale Möglichkeit. Sein Abgang scheint nun näher denn je.
Seine Nachfolge zu regeln, wird eine gewaltige Herausforderung.
Mehrere Kandidaten werden seit Langem als mögliche Nachfolger gehandelt. Pablo Aimar, Scaloni’s langjähriger Assistent, wäre eine naheliegende interne Lösung, obwohl viele nicht damit rechnen, dass er übernimmt. Auch Argentiniens U-20-Trainer Diego Placente wird genannt, während erfahrene Trainer wie Mauricio Pochettino, Marcelo Gallardo, Eduardo Coudet und sogar Diego Simeone weiterhin als potenzielle Nachfolger im Gespräch sind.