Über 130 Drohnen im Einsatz: Mindestens vier Tote durch russische Luftangriffe in der Ukraine
Russische Drohnen und Raketen haben erneut Ziele in der Ukraine getroffen: Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet vier Todesopfer und zehn Verletzte. Gleichzeitig setzt Kiew seine erfolgreichen Angriffe auf die russische Flotte fort.
Nach Angaben von Präsident Selenskyj forderten russische Drohnen- und Raketenangriffe wiederholt Menschenleben und Verletzte in der Ukraine. „In Odessa kamen bei einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus zwei Menschen ums Leben“, schrieb Selenskyj auf X. Zudem wurden fünf Personen verletzt. In der südlichen Region Saporischschja führten Luftangriffe zu zwei Toten und fünf Verletzten.
In der vergangenen Nacht habe Russland mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, berichtete Selenskyj. Mehrere Regionen seien betroffen gewesen. Im Nordosten, in der Region Sumy, wurden 15 Gleitbomben eingesetzt, wobei eine Person verletzt wurde. Wohnhäuser und zivile Infrastruktur wurden beschädigt.
Das russische Verteidigungsministerium, das seit über vier Jahren Krieg gegen die Ukraine führt, bestätigte Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen Odessa und Tschornomorsk. Dabei seien Einrichtungen für die Verladung und Lagerung von Waffen sowie eine Drohnenproduktionsanlage ins Visier genommen worden. In Tschornomorsk wurde außerdem ein Feuerlöschboot getroffen. Diese Angaben konnten unabhängig nicht verifiziert werden.
Kiew greift russische Frachtschiffe mit Drohnen an
Unterdessen berichtete Robert Browdi, Leiter der ukrainischen Drohneneinheiten, von Angriffen auf zwölf weitere russische Schiffe im Schwarzen Meer. Betroffen seien neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Seit dem 6. Juli erhöhe sich die Zahl der angegriffenen Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer auf 159. Auch diese Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar.
In einer bei Telegram veröffentlichten Nachricht erklärte Browdi: „Die Jagd auf die Flotte geht weiter.“ Ziel sei es, die Logistikwege für Öl, Treibstoff und Fracht trotz Sanktionen zu unterbrechen. Die Schiffe sollen außer Gefecht gesetzt werden. „Es ist nicht beabsichtigt, die Gewässer durch Ölverschmutzungen zu belasten, daher werden keine Löcher in die Rümpfe geschlagen“, fügte Browdi hinzu.