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Centcom bleibt aufmerksam: US-Streitkräfte setzen Trumps Blockade gegen iranische Häfen fort

Centcom "wachsam": US-Militär setzt Trumps iranische Hafen-Blockade um

Der Konflikt im Nahen Osten bleibt angespannt. In der vergangenen Nacht führte das US-Militär erneut Luftangriffe gegen Ziele im Iran durch. Gleichzeitig wird die von Präsident Trump angeordnete Seeblockade gegen iranische Häfen fortgesetzt – allerdings ohne die ursprünglich geplante 20-prozentige Gebühr.

Die US-Streitkräfte führten zum vierten Mal in Folge nächtliche Angriffe auf iranische Einrichtungen durch. Laut dem zuständigen Regionalkommando Centcom dienten diese Luftschläge dazu, die iranischen Kapazitäten zu schwächen, die für Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus genutzt werden, wie in der Nacht auf X mitgeteilt wurde.

Darüber hinaus hat das US-Militär die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aktiviert. Der Einsatz begann um 16 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste (22 Uhr MESZ), berichtete Centcom. Aktuell sind über 20 Kriegsschiffe der US-Marine sowie hunderte Militärflugzeuge in der gesamten Nahost-Region im Einsatz. Das Regionalkommando betonte, dass die amerikanischen Streitkräfte „wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit“ bleiben.

US-Präsident Donald Trump hatte die erneute Einführung der Seeblockade im Rahmen des Machtkampfs mit Teheran um die strategisch bedeutsame Straße von Hormus angekündigt. Überraschenderweise verzichtete Trump am Dienstag jedoch auf die Erhebung einer 20-prozentigen US-Gebühr auf die betroffenen Schiffsladungen. Stattdessen plant er, die Einnahmen durch Handelsabkommen mit den Golfstaaten zu generieren, wie er erklärte. Kurz vor Inkrafttreten der Blockade warf der Iran den USA vor, damit das zwischen beiden Ländern ausgehandelte Rahmenabkommen zu untergraben.

Mitte Juni hatten die USA und der Iran unter Vermittlung Pakistans ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das innerhalb von 60 Tagen zu einem Friedensvertrag führen sollte. Ein Bestandteil dieses Abkommens war die „sichere und gebührenfreie Passage“ durch die Straße von Hormus. Obwohl zunächst mehr Schiffe die Meerenge durchquerten, kam es später zu Angriffen auf Frachtschiffe, die von den USA dem Iran zugeschrieben werden. Am vergangenen Wochenende kündigten die iranischen Revolutionsgarden erneut die Schließung der Straße von Hormus an.

Schon kurz nach Beginn der US- und israelischen Angriffe Ende Februar hatte der Iran die für den globalen Öl- und Flüssiggas-Handel zentrale Meerenge größtenteils blockiert. Dies führte zu einem starken Anstieg der weltweiten Energiepreise.