Einigung zwischen USA und Iran: Grundsatzvereinbarung auch zur Straße von Hormus erzielt
Während der Verhandlungen für eine Nahost-Friedenslösung stand die iranische Delegation kurz davor, die Gespräche in der Schweiz abzubrechen. Doch in den frühen Morgenstunden des Montags wurde schließlich ein Fortschritt erzielt.
Die USA und der Iran verständigten sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf einen Zeitplan, der innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedenslösung ermöglichen soll. Dies gaben die Vermittler aus Pakistan und Katar in der Nacht zum Montag nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde im Luxushotel Bürgenstock bekannt.
Unter anderem wurde ein Verfahren zur sicheren Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus vereinbart, teilte das iranische Außenministerium am frühen Montagmorgen mit. Die Arbeit der Verhandlungsdelegation endete nach 18 Stunden, während die technischen Teams ihre Tätigkeiten fortsetzten.
Darüber hinaus verständigten sich die USA und der Iran auf die Einrichtung eines direkten Kommunikationskanals für die Straße von Hormus. Ziel ist es, „Vorfälle und Missverständnisse“ zu vermeiden und die sichere Schifffahrt in der Meerenge zu gewährleisten, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar nach der ersten Verhandlungsrunde.
Delegation: Fundament für endgültiges Abkommen gelegt
Die Verhandlungsdelegation kündigte an, ein Dokument mit den vereinbarten Eckpunkten zu veröffentlichen. Damit sei die Grundlage für weitere Gespräche über ein abschließendes Abkommen geschaffen. Zudem gebe es laut iranischen Staatsmedien Fortschritte bei der Umsetzung der Verpflichtungen der Gegenseite.
Die Delegationen aus den USA und dem Iran hatten am Sonntag in der Schweiz mit Gesprächen für eine dauerhafte Friedenslösung begonnen. Washington und Teheran hatten zuvor am Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Verhandlungsfrist von 60 Tagen vorsieht, die bei gegenseitigem Einverständnis verlängert werden kann. Ein zentrales Streitthema bleibt das iranische Atomprogramm.
Zwischenzeitlich hatte die iranische Delegation die Gespräche in der Schweiz ausgesetzt, nachdem US-Präsident Trump Teherans Unterstützung der Hisbollah-Miliz im Libanon scharf kritisiert hatte.