Iran exportiert erstmals seit Monaten wieder Öl per Schiff – US-Blockade aufgehoben
Die Vereinigten Staaten unterbinden nicht länger den Auslauf iranischer Schiffe aus der Straße von Hormus. Dadurch erhält der Ölhandel des Landes erneut Schwung. Ob beide Parteien sich jedoch bezüglich der Gebühren einigen, ist weiterhin unklar.
Nach der Einigung mit den USA zur Beendigung des Konflikts im Iran wurde der Erdölexport per Schiff wieder aufgenommen. Mehrere iranische Tanker verließen das bisher von der US-Marine blockierte Seegebiet, berichtete die Website „TankerTrackers“, die Informationen zu Erdöltransporten und -lagerungen bereitstellt. Dies markiert Irans „erste Rohölexporte seit zwei Monaten“.
Zunächst teilte „TankerTrackers“ unter Berufung auf Ortungsdaten und Satellitenbilder auf der Plattform X mit, dass die beiden iranischen Supertanker „Diona“ und „Hero2“ das vormals blockierte Gebiet verlassen hätten. An Bord befanden sich insgesamt 3,8 Millionen Barrel (604 Millionen Liter) iranischen Rohöls. Später wurde die Passage eines dritten iranischen Tankers mit einer Ladung von einer Million Barrel gemeldet.
Die USA und der Iran hatten am Sonntag eine Vereinbarung zur Beendigung ihres Konflikts erzielt, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen hatte. Darin ist unter anderem eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vorgesehen. Innerhalb von 60 Tagen sollen Teheran und Washington ein endgültiges Friedensabkommen ausarbeiten. Die von den USA zu Kriegsbeginn verhängte Blockade iranischer Häfen wurde laut Angaben des iranischen Außenministeriums bereits am Dienstag aufgehoben.
Zur Straße von Hormus, die vom Iran weitgehend blockiert wurde, gibt es unterschiedliche Stellungnahmen. US-Präsident Donald Trump erklärte, die wichtige Meerenge werde wieder geöffnet, und es sollten keine Mautgebühren erhoben werden. Teheran hingegen sprach von einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus „innerhalb von 30 Tagen“. Zudem plant der Iran, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen zu erheben.