Österreich übersteht Jordanien-Schreck und startet mit wichtigem Sieg in die WM
In ihrem WM-Auftaktspiel gegen Jordanien setzten Österreich und David Alaba den Plan erfolgreich um. Die Europäer erfüllten die Erwartungen und machten den ersten Schritt im Kampf um die Spitzenposition in Gruppe D gegen Lionel Messis Argentinien. Doch der Weg war weit schwieriger als viele vermutet hatten. Jordanien weigerte sich aufzugeben und bereitete über die gesamte Partie Probleme. Romano Schmid brachte Österreich in Führung, Mahmoud Al-Mardi Olwan glich aus, und erst ein spätes Eigentor sowie ein Strafstoß in der Nachspielzeit sicherten den Sieg. Auftrag erfüllt für Österreich.
In der malerischen Kulisse der San Francisco Bay Area empfing ein österreichisches Team, das nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder ins WM-Rampenlicht zurückkehrte, den Turnier-Außenseiter Jordanien. Auf dem Papier schien die Kluft enorm. Jordanien war mit nur einem in Europa spielenden Akteur angereist – dem Rennes-Stürmer Mousa Al-Tamari. Auf der anderen Seite standen etablierte Namen wie David Alaba, Konrad Laimer und Marcel Sabitzer, betreut vom erfahrenen deutschen Trainer Ralf Rangnick.
Österreich dominierte von Beginn an den Ballbesitz, doch die erste echte Gefahr ging von Jordanien aus. Der erst 20-jährige Al Odeh Fakhouri stellte als erster den österreichischen Torhüter ernsthaft auf die Probe und gab eine frühe Warnung ab.
Österreich reagierte umgehend. Schmid setzte aus der Strafraumecke einen kraftvollen Schuss ab, der Torhüter Yazid Abulaila keine Chance ließ. Der Ball schlug im oberen rechten Eck ein und löste unter den österreichischen Fans Jubel aus. Jordanien konterte mit einem Schuss von Olwan, der die Latte traf. Der Angreifer von Al-Sailiya blieb eine ständige Bedrohung, arbeitete gut mit Al-Tamari zusammen und brachte Österreich mehrfach in unangenehme Situationen.
Jordanien wirkte bei jedem Konter gefährlich, und der Ausgleich fiel schließlich nach der Pause, als Österreich müde und unkonzentriert wirkte. Wieder war Olwan der entscheidende Faktor, der mit einer starken Aktion gekonnt ins lange Eck abschloss. Die Außenseiter witterten plötzlich eine Überraschung. Kurz darauf verließ Alaba das Feld. Für den Kapitän war es kein WM-Debüt nach Wunsch, doch die Priorität für Österreich blieb der Sieg.
Das Spiel wurde offener und bot Chancen auf beiden Seiten. In der Offensive war Österreich jedoch gefährlicher. Der erfahrene Stürmer Marko Arnautovic glaubte, die Führung wiederhergestellt zu haben, doch sein Treffer wurde wegen Handspiels aberkannt. Die Erleichterung kam schließlich, als Verteidiger Yazan Al Arab unglücklich einen Querpass ins eigene Tor lenkte. In der Nachspielzeit verwandelte Arnautovic dann einen Strafstoß sicher und besiegelte den Sieg.
Österreich nahm alle drei Punkte mit. Es war kein perfektes Spiel, doch ausreichend, um in der Gruppenwertung mitzuhalten. Für Alaba, Laimer und das gesamte Team bleibt der WM-Traum weiterhin voll im Rennen.