Rückschlag bei der WM: Norwegen kämpft vor dem wichtigsten Spiel der Geschichte mit Krankheiten
Norwegen hat bei der WM 2026 bisher eine märchenhafte Reise erlebt, doch kürzlich gab es einen unerwarteten Rückschlag. Nur wenige Tage vor dem Viertelfinalduell gegen England breitet sich eine Krankheit im norwegischen Team aus, was Sorgen um die Fitness der Spieler, die Vorbereitung und die Fähigkeit, das Turnierhighlight fortzusetzen, aufkommen lässt.
Wachsende Besorgnis im norwegischen Lager
Trainer Ståle Solbakken bestätigte, dass mehrere Spieler und Betreuer grippeähnliche Symptome zeigen, darunter Husten, Fieber und Erschöpfung.
Es handelt sich nicht um Einzelfälle oder ein geringfügiges Problem. Die Krankheit hält an und hat sich in der Mannschaft zu einem kritischen Zeitpunkt des Turniers ausgebreitet. Solbakken selbst gab zu, betroffen zu sein, was die Verbreitung des Problems verdeutlicht.
Wer ist betroffen?
Zu den prominentesten Fällen zählt Stürmer Jørgen Strand Larsen, der bereits zu Beginn des Turniers wegen Fiebers eine Trainingspause einlegen musste.
Verteidiger Marcus Holmgren Pedersen musste aufgrund einer Erkrankung Norwegens dramatischen Achtelfinalsieg verpassen. Obwohl er inzwischen wieder ins Training eingestiegen ist, arbeitet er noch an seiner vollen Fitness – ein Risiko gegen ein englisches Team, das für seine Schnelligkeit und offensive Tiefe bekannt ist.
Hinzu kommen Verletzungssorgen: Linksverteidiger David Møller Wolfe musste im Sieg gegen Brasilien kurz vor Schluss ausgewechselt werden, was seine Einsatzfähigkeit ungewiss macht.
Großer Rückschlag vor dem Viertelfinale
Einzeln betrachtet wären diese Ausfälle womöglich verkraftbar. In der Summe stellen sie jedoch eine ernsthafte Herausforderung für die Teamaufstellung und Leistung dar. Im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft müssen körperliche Frische, Regeneration und taktische Umsetzung nahezu perfekt sein.
Krankheit beeinträchtigt all diese Bereiche. Die Energie nimmt ab, was Ausdauer und Entscheidungsfähigkeit schwächt. Die Erholung verlangsamt sich, besonders bei dicht gedrängten Spielplänen. Die Trainingsintensität sinkt, was die Vorbereitung auf spezifische Gegner erschwert.
Solbakken machte die Reisebelastungen und die körperliche Beanspruchung des Turniers als Faktoren verantwortlich – ein bekanntes Problem bei modernen internationalen Wettbewerben, die über mehrere Austragungsorte verteilt sind.
Haaland bleibt der Schlüsselspieler
Trotz der Unsicherheiten ruhen Norwegens Hoffnungen weiterhin auf einer Person: Erling Haaland.
Der Kapitän zeigte im Achtelfinale eine historische Leistung, indem er beide Tore beim überraschenden 2:1-Sieg gegen Brasilien erzielte und Norwegen ins erste WM-Viertelfinale der Geschichte schoss.
Solange Haaland fit ist, glaubt Norwegen an eine Chance. Doch Fußball ist selten ein Ein-Mann-Spiel auf diesem Niveau. Tiefe, Zusammenhalt und kollektive Kraft werden vor allem gegen ein englisches Team mit weniger gemeldeten Ausfällen auf die Probe gestellt.
Eine historische Chance in Gefahr
Unabhängig vom Ausgang hat Norwegen in diesem Turnier bereits Geschichte geschrieben. Doch der Zeitpunkt des Krankheitsausbruchs könnte kaum ungünstiger sein. Ein Viertelfinale gegen England ist das bedeutendste Spiel in der Geschichte des norwegischen Fußballs und erfordert absolute Topform.
Stattdessen geht Norwegen mit Unsicherheiten in diese Partie. Die Frage lautet nicht mehr nur nach Taktik oder Talent, sondern ob die Mannschaft die Erholung schafft und eine Herausforderung meistert, die kein Spielplan vollständig kontrollieren kann.