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Macron: G7 wollen Russland mit neuen Sanktionen strategisch schwächen

Macron: "Strategisches Erwachen": G7 wollen Russland mit neuen Sanktionen schwächen

Während die Ukraine an der Front Geländegewinne verzeichnet, planen die G7-Staaten, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. Die Unterstützung für die Ukraine soll durch zusätzliche Waffenlieferungen verstärkt und gegen Russland neue Sanktionen verhängt werden. Kanzler Merz bezeichnete diesen Tag als einen „Tag der Hoffnung“ für die Ukraine.

Die USA sowie die übrigen G7-Länder wollen mit verstärktem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges vorantreiben. In einer gemeinsamen Erklärung beim Gipfel in Évian kündigten die Staats- und Regierungschefs an, die Sanktionen, insbesondere im Öl- und Gassektor, zu verschärfen. Zudem wurde vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungssystemen auszubauen.

Mit der Ausweitung der Unterstützung soll die positive Dynamik, die durch ukrainische Erfolge an der Front in den vergangenen Monaten entstanden ist, weiter gestärkt werden. Außerdem wird der Zeitpunkt als günstig bewertet, insbesondere im Zusammenhang mit dem US-Abkommen mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Zum angestrebten US-iranischen Rahmenabkommen heißt es in der gemeinsamen Erklärung: „Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, hierzu beizutragen.“

Neben zusätzlichen Waffen sicherten die G7 der Ukraine auch weitere Hilfen zu, um den bevorstehenden Winter zu meistern. Zudem wird geprüft, die Vergabe von Lizenzen zur Steigerung der militärischen Produktion zu erleichtern.

Trump zeigt sich engagiert

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Gipfel als einen „Moment des strategischen Erwachens“. Er betonte, dass sich die USA, Kanada, Japan und die europäischen Länder gemeinsam verpflichtet hätten, die Ukraine zu unterstützen, wie er in einer Ansprache auf Instagram erklärte.

Schon vor der Veröffentlichung der Erklärung zeigten sich Teilnehmer wie Bundeskanzler Friedrich Merz sehr zufrieden mit den Gesprächen zum Ukraine-Krieg. Zum Verhalten von US-Präsident Donald Trump sagte Merz, er habe ihn „sehr kooperativ“ erlebt. Deshalb sei er zuversichtlich, dass Europäer und Amerikaner nun gemeinsam alles daran setzen, den Krieg zu beenden. Merz nannte den Tag einen „Tag der Hoffnung“ und äußerte zur Lage der Ukraine: „Das könnte erstmals eine Chance auf Frieden eröffnen.“

Trump selbst trat beim Gipfel deutlich aufgeschlossener gegenüber dem Thema auf als in den vergangenen Monaten, in denen er durch den Konflikt seines Landes mit dem Iran abgelenkt war. „Jetzt, wo dieser beendet ist, können wir uns auf das andere konzentrieren und dafür sorgen, dass wir es schaffen“, sagte der US-Präsident in Évian.

Neben Trump und Merz nahmen am G7-Gipfel führender westlicher Demokratien in Frankreich auch die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie Vertreter der EU-Spitze teil. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war als Gast eingeladen.