Russischer Bomber stürzt bei Trainingsflug in Sibirien ab – Besatzung entkommt per Schleudersitz
Die Tupolew Tu-22M3 ist in der Lage, Raketen mit Atomsprengköpfen zu starten. Im Ukraine-Krieg nutzt Russland diese Bomber, um Marschflugkörper aus großer Entfernung abzufeuern. Nun ist einer der seltenen Bomber abgestürzt, was einen bedeutenden Verlust darstellt.
Nach offiziellen Angaben der russischen Luftwaffe kam es bei einem Übungsflug in Sibirien zum Absturz eines Mittelstreckenbombers. Die Besatzung der Tu-22M3 konnte sich laut Verteidigungsministerium mit dem Schleudersitz in Sicherheit bringen, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.
In der Mitteilung heißt es: „Für das Leben der Piloten besteht keine Gefahr. Am Boden sind keine Schäden entstanden.“ Der Bomber war ohne Bewaffnung unterwegs und stürzte beim Landeanflug in der Nähe der Ortschaft Kamenka im Baikalgebiet Irkutsk ab.
Die Tupolew Tu-22M3 zählt zu den strategischen Luftstreitkräften Russlands und besitzt die Fähigkeit, Raketen mit Atomsprengköpfen zu tragen. Im Krieg gegen die Ukraine setzt Moskau diese Bomber ein, um Marschflugkörper auf das Nachbarland zu schießen. Die Ukraine versucht daher wiederholt, diese Flugzeuge zu zerstören und hat nach eigenen Angaben bereits Erfolge erzielt.
Experten schätzen, dass Russland noch rund 60 Maschinen dieses Typs besitzt – jeder einzelne Verlust ist daher von großer Bedeutung. Offizielle Zahlen zur genauen Anzahl liegen jedoch nicht vor.