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Iran plant Gebühren für die Straße von Hormus – USA sollen zugestimmt haben

USA sollen zugestimmt haben: Iran will Gebühren für die Straße von Hormus erheben

Die Straße von Hormus zählt zu den zentralen Streitpunkten im Iran-Konflikt. Seit Ausbruch der Auseinandersetzungen ist diese bedeutende Meerenge weitgehend blockiert. Auch Schiffe deutscher Reedereien sind im Persischen Golf festgehalten. Teheran erhebt den Anspruch, künftig eine Gebühr für die Passage zu verlangen.

Nach iranischen Angaben wurde im letzten Moment des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts eine Klausel eingefügt, die Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus regelt. Dies berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf informierte Quellen. Der Vertragstext wurde kurzfristig angepasst, um die iranisch-omanische Souveränität über die Meerenge klar und ausdrücklich zu betonen.

Fars erläuterte weiter, dass die Verwendung des Begriffs „maritime Dienstleistungen“ in der endgültigen Version darauf hinweist, dass die USA die Zahlung von Gebühren an den Iran akzeptiert haben.

Nach wochenlangen, angespannten Verhandlungen einigten sich die USA und der Iran am Sonntag auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Laut US-Präsident Donald Trump soll die für den globalen Öl- und Flüssiggashandel wichtige Straße von Hormus im Zuge der Vereinbarung wieder geöffnet werden. Die Unterzeichnung des Vertrags ist laut dem Vermittler Pakistan für Freitag in Genf vorgesehen.

Bundesregierung fordert freie Passage ohne Gebühren

Die Bundesregierung unterstreicht derweil die Notwendigkeit, die wirtschaftlich bedeutende Straße von Hormus gebührenfrei zugänglich zu halten. Die Meerenge müsse „dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt offenstehen“, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte, dass sich die Bundesregierung stets für eine gebührenfreie Passage eingesetzt habe.

Der Sprecher des Außenamtes wies darauf hin, dass bislang keine detaillierten Informationen über das zwischen den USA und Iran geschlossene Abkommen vorlägen. Ziel sei es nun, im direkten Austausch mit den Partnern die Details mit Leben zu füllen. Er hob hervor, dass es sich um einen „sehr dynamischen Prozess“ handele.

Erleichterung in der Schifffahrt nach USA-Iran-Abkommen

Die deutsche Handelsschifffahrt reagierte zunächst erleichtert auf das Rahmenabkommen. Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), äußerte: „Die Signale aus den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran geben auch der Schifffahrt Anlass zur Hoffnung.“

Nach Angaben des VDR aus Hamburg sind derzeit noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1000 Seeleuten im Persischen Golf blockiert. Auch die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung. Laut IMO wurden seit Beginn des Krieges 46 bestätigte Angriffe auf Handelsschiffe in der Region verzeichnet, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Der internationale Schifffahrtsverband Bimco sieht die Sicherheitslage in der Straße von Hormus trotz des Abkommens weiterhin als instabil an. Nach Einschätzung des Verbands bleibt die Passage nach wie vor mit erheblichen Risiken verbunden.