Nach Trumps Ankündigung: Iran widerspricht Berichten zu Verhandlungsfortschritten mit den USA
US-Präsident Donald Trump verkündete jüngst, dass es bedeutende Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Er sei sogar bereit, demnächst Zeit und Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens bekanntzugeben. Diese angebliche Einigung sorgt für Überraschung – offenbar auch innerhalb der iranischen Führung. Aus Teheran werden Berichten zufolge jedoch Gegenaussagen laut.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars, die den einflussreichen Revolutionsgarden nahe steht, hat die Führung des Iran Fortschritte bei den Gesprächen mit den USA zurückgewiesen. Ein endgültiger Text für ein Rahmenabkommen sei bislang nicht abgeschlossen worden, so eine Quelle aus dem Verhandlungsteam. Die Agentur berichtet, dass es zwar wahrscheinlich sei, dass der Iran einem von ihm vorgeschlagenen Text zustimmen könnte – vorausgesetzt, die USA akzeptieren diesen. Eine endgültige Entscheidung seitens des Iran liege jedoch noch nicht vor.
Vorher hatte US-Präsident Trump seine für den Abend geplanten Angriffe auf den Iran abgesagt. Auf der Plattform Truth Social erklärte er, dass dies auf Gespräche zurückzuführen sei, die bis zur höchsten Führungsebene Irans vorgedrungen seien. Nach Trumps Darstellung stehen die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts kurz vor einem Durchbruch. Welche Auswirkungen dies konkret auf die Verhandlungen mit dem Iran hat, blieb jedoch unklar.
Seit mehreren Wochen führen Vertreter aus Washington und Teheran Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Krieges, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. Obwohl seit etwa zwei Monaten offiziell eine Waffenruhe gilt, wurde diese mehrfach von den Konfliktparteien verletzt. Kürzlich drohte die Lage im Nahen Osten erneut zu eskalieren.
Auch hochrangige iranische Politiker äußerten sich zunächst nicht zu Trumps Äußerungen. Die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen lagen zuletzt deutlich auseinander. Streitpunkte sind unter anderem Irans Atomprogramm, der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, der Konflikt im Libanon, Sanktionen gegen den Iran sowie eingefrorene iranische Gelder im Ausland.