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32 Jahre später: Ein Blick zurück auf die Eröffnungsfeier der Fußball-WM 1994 in den USA

32 Jahre zurück: Die Eröffnungsfeier der WM 1994 in den USA im Rückblick

Als der Weltfußballverband FIFA beschloss, die Austragung der WM 1994 an die USA zu vergeben und damit Brasilien und Honduras ausstach, stieß diese Entscheidung auf viel Skepsis. Die USA galten – und gelten bis heute in manchen Kreisen – nicht als traditionelle Fußballnation, da ihnen eine erstklassige Liga fehlte. Zahlreiche Diskussionen und Zweifel begleiteten die Vergabe des wichtigsten Fußballturniers der Welt an dieses Land.

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Hinzu kamen historische Besonderheiten wie Russland, das erstmals als eigenständige Nation und nicht mehr als Teil der Sowjetunion antrat, sowie der amtierende Weltmeister, der erstmals als vereinigtes Deutschland nach dem Triumph Westdeutschlands 1990 spielte. Von Beginn an war dieses Turnier also von vielen Neuerungen geprägt.

Das Jahr 1994 war insgesamt alles andere als gewöhnlich. Bereits zu Jahresbeginn sorgten Ereignisse wie der Tonya Harding-Skandal bei den Olympischen Spielen und die Mordanklage gegen O.J. Simpson für Schlagzeilen. Die Baseball-World Series fielen aus, während Michael Jordan in den Minor Leagues Baseball spielte und statt Punkte pro Spiel Schlagstatistiken sammelte.

Die Eröffnungsfeier der WM 1994

Angesichts der turbulenten Lage im Land kam die chaotische Eröffnungsfeier kaum überraschend.

Es ist nicht einfach, der oft ernüchternden Routine einer WM-Eröffnung zu entkommen. Doch die Prominenten, die für den großen Auftakt im Soldier Field in Chicago engagiert wurden, schafften genau das.

Oprah Winfrey

Die Zeremonie wurde von Oprah Winfrey moderiert, die bereits damals als erfolgreiche Selfmade-Medienunternehmerin bekannt war. Ihre Rolle lag nahe, da sie über die USA hinaus berühmt und weltweit ein bekanntes Gesicht war.

Kaum hatte sie die 750 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen begrüßt und Diana Ross’ Auftritt angekündigt, stürzte Oprah von einer Bühne und schien sich dabei den Knöchel zu verstauchen.

Diana Ross

Die Supremes-Sängerin betrat die Bühne mit einem Auftritt der besonderen Art: Sie rannte singend „I’m Coming Out“ über das Spielfeld vor voller Zuschauerränge. Doch dann lief einiges anders als geplant.

Am anderen Ende des Feldes sollte Ross einen Elfmeter schießen, während sich das Tor im Rahmen eines inszenierten Effekts öffnete. Doch sie verfehlte das Tor auf humorvolle Weise komplett und schoss den Ball weit links vorbei – trotzdem öffnete sich das Tor wie vorgesehen.

Im Stadion hallten laute Buhrufe und enttäuschte Seufzer, als Ross ihren großen Moment verpatzte.

Das Fazit

Begonnen hatte alles mit einem verfehlten Elfmeter, und endete schließlich mit Roberto Baggios verschossenem entscheidenden Strafstoß im Finale für Italien.

Was brachte die WM für den US-Fußball? Unbestritten hat dieses Turnier das Gesicht des Fußballs in den USA nachhaltig verändert. Bereits 1996 wurde die Major League Soccer (MLS) mit zunächst zehn Teams gegründet. Diese Entwicklung war der dringend benötigte Schub für den Fußball in Amerika – und seitdem geht es stetig bergauf. Es ist kaum zu glauben, dass gerade die WM als Auslöser dafür gedient hat.