Audimax » Politik » Zwangsdiplomatie durch Angriffe: Hegseth lobt US-Verhandlungstaktik mit Bomben

Zwangsdiplomatie durch Angriffe: Hegseth lobt US-Verhandlungstaktik mit Bomben

Angriffe als Zwangsdiplomatie: Hegseth: USA sehr gut im Verhandeln mit Bomben

Die fragile Waffenruhe gerät zunehmend ins Wanken. In der zweiten Nacht hintereinander tauschen die USA und der Iran Angriffe aus. Gleichzeitig verschärfen sich die martialischen Drohungen von US-Präsident Trump gegen Teheran, unterstützt durch Verteidigungsminister Hegseth.

Das Pentagon bezeichnete die jüngsten Attacken gegen den Iran als eine Form der Zwangsdiplomatie. Ziel der Angriffe sei es, den Iran zu Zugeständnissen bei Verhandlungen zu bewegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte: „Sollten wir mit Bomben verhandeln müssen, dann tun wir das – und darin sind wir äußerst erfahren.“

In der vergangenen Nacht griffen US-Streitkräfte zahlreiche Ziele an, darunter Luftabwehr- und Radaranlagen nahe der Straße von Hormus, wie ein hochrangiger US-Beamter mitteilte. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen landesweit, unter anderem in Karadsch nordwestlich von Teheran sowie in Regionen entlang der Straße von Hormus. Zudem kam es laut iranischen Medien zu Luftabwehrkämpfen mit US-Kampfjets. Der Iran behauptete, mit einer Drohne die US-Fünfte Flotte in Bahrain attackiert zu haben.

Vorher hatte US-Präsident Donald Trump laut einem Fernsehbericht Teheran mit weiteren massiven Bombardierungen gedroht. Sollte der Iran den US-Forderungen zur Beendigung des Konflikts nicht nachkommen, sagte Trump einem Fox-News-Reporter zufolge: „Wir werden morgen Nacht den Sch… aus ihnen bomben.“ Zuvor hatte er im Weißen Haus erklärt: „Wir standen kurz vor einem Abkommen, doch sie spielen weiter mit uns und täuschen uns.“

Trump erklärte, die USA hätten den Iran mit 49 Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen, wobei einige Ziele nur etwa 60 Kilometer von Teheran entfernt lagen. Das für den Golf zuständige US-Regionalkommando Centcom bewertete die nächtlichen Einsätze als „Selbstverteidigung“ und als Reaktion auf die anhaltende und unbegründete Aggression des Iran. Iranische Medien meldeten Explosionen im Süden des Landes nahe der Straße von Hormus.

Es war bereits die zweite Nacht in Folge mit wechselseitigen Angriffen. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers flog die US-Armee in der Nacht zum Mittwoch Vergeltungsschläge gegen den Iran. Im Anschluss berichteten die Revolutionsgarden, sie hätten US-Stützpunkte in der Golfregion als Reaktion angegriffen.