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Danke Mama: Wie PSGs Champions-League-Sieg und seine Mutter Michael Jordan immer reicher machen

Danke Mama: PSGs Champions-League-Erfolg und Michael Jordans Vermögen

Michael Jordan feiert erneut einen Champions-League-Titel, obwohl er nie selbst auf dem Spielfeld in Budapest stand.

Der Aufstieg von Paris Saint-Germain zum europäischen Meister hat eine Dominanz von über 700 Tagen an der Spitze des europäischen Fußballs verlängert, und der Klub trat dabei häufig in Jordan Brand Trikots auf. Für Jordan ist das mehr als nur ein symbolischer Sieg – es ist ein finanzieller Motor, der auch Jahrzehnte nach einem Deal von 1984 weiterhin Millionen einbringt.

Und alles begann mit seiner Mutter, Deloris Jordan.

Damals hatte Nike Schwierigkeiten, gegen Adidas anzukommen, die Marke, die jeder junge Spitzensportler bevorzugte. Jordan, damals ein 21-jähriger College-Star auf dem Weg zur NBA, favorisierte das deutsche Unternehmen und zeigte wenig Interesse daran, Nike-Manager im US-Bundesstaat Oregon zu treffen.

Doch seine Mutter bestand darauf, dass er hingeht.

„Sie sagte: ‚Du wirst ihnen zuhören. Auch wenn es dir nicht gefällt, wirst du zuhören‘“, erinnerte sich Jordan in der Dokumentation „The Last Dance“.

Dieses Treffen in Portland veränderte das Sportmarketing für immer.

Die Air Jordan-Revolution und ein beispielloser Lizenzvertrag

Nike bot Jordan damals rund 500.000 Dollar pro Jahr – eine damals außergewöhnliche Summe für einen Rookie. Doch Deloris Jordan drängte auf etwas noch Bedeutenderes: eine 5%-Lizenzgebühr auf alle Produktverkäufe.

Diese Klausel entwickelte sich zu einem der lukrativsten Athleten-Sponsoring-Verträge aller Zeiten.

Nike rechnete anfangs mit moderaten Einnahmen von etwa 3 Millionen Dollar über mehrere Jahre. Doch die Air Jordan I-Reihe explodierte förmlich in der Beliebtheit. Bei einem Verkaufspreis von rund 65 Dollar pro Paar erzielten die Sneaker etwa 126 Millionen Dollar Umsatz, wobei Jordan allein im ersten Jahr rund 6,3 Millionen Dollar verdiente.

Zum Vergleich: Jordans erster NBA-Vertrag bei den Chicago Bulls brachte ihm in sieben Jahren denselben Gesamtbetrag ein.

Bis 1996, nach seiner ersten Rückkehr vom Rücktritt, unterschrieb Jordan einen Einjahresvertrag über 30,14 Millionen Dollar bei den Bulls. Das war das erste Mal, dass er in einem Jahr mehr mit Basketball verdiente als mit Nike-Lizenzgebühren.

Heute wird geschätzt, dass Jordan jährlich etwa 300 Millionen Dollar aus der Partnerschaft erhält.

Vom Basketballplatz zur globalen Sportkultur

Der Erfolg von Nike mit der Jordan Brand beschränkte sich nicht nur auf Sneakers. Das Unternehmen erweiterte das Sortiment um Bekleidung und schuf rund um das Jumpman-Logo eine weltweite kulturelle Identität, die weit über Basketball hinausging.

Jordan Brand wurde zu einem festen Bestandteil der Streetwear, Musikkultur und im Spitzensport weltweit und expandierte schließlich auch in Fußball, Golf und andere Sportarten.

Ein entscheidender Wendepunkt war die erste Anfertigung von Jordan-Fußballschuhen für Neymar während dessen Zeit bei Barcelona, was den Einstieg der Marke in den globalen Fußball markierte.

PSG und die wachsende Partnerschaft mit Jordan Brand

Im Jahr 2018 ging Jordan Brand eine offizielle Partnerschaft mit Paris Saint-Germain ein und erweiterte damit Nikes langjährige Beziehung zu dem französischen Klub, die bis 1989 zurückreicht.

Die Zusammenarbeit entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Crossovers im modernen Sportmarketing. PSG-Trikots mit dem Jumpman-Logo zählen weltweit zu den Bestsellern, besonders in den letzten Spielzeiten, in denen der Klub seine erfolgreichste Phase erlebte.

In der vergangenen Saison erschien Jordan Brand auf PSGs drittem und viertem Trikot, darunter ein navyblaues Design mit dem ikonischen Wings-Logo. In dieser Saison ist das Logo auf dem vierten und fünften Trikot zu sehen, einschließlich des Jerseys, das PSG bei der Qualifikation für das Champions-League-Finale in München trug.

Die Partnerschaft wurde zu einer umfassenden Lifestyle-Linie erweitert, die Trainingsanzüge, Caps, Mäntel, Shirts und Accessoires umfasst. Einige Artikel, die bei wichtigen Spielen getragen wurden, etwa die neuesten Feier-Outfits von PSG, sind online bereits ausverkauft, mit Preisen zwischen etwa 140 und 190 Dollar.

Auch Jahrzehnte nach dem ersten Treffen in Portland zahlt sich der von einer Mutter initiierte Deal weiterhin aus. Und nun, da PSG an der Spitze des europäischen Fußballs steht, wächst auch das Jordan Brand-Imperium beständig mit.