Rodri kann der Real-Madrid-Frage vor der WM nicht entkommen: Das sagte er zu seiner Zukunft
Die spanische Nationalmannschaft bereitet sich auf die Weltmeisterschaft vor, doch nicht alle Spieler blicken mit voller Klarheit auf ihre Zukunft.
Von dem 26-köpfigen Kader, der auf den Weltmeistertitel ausgerichtet ist, stehen viele Spieler vor Vertragsverhandlungen, auslaufenden Verträgen oder sind regelmäßig Gegenstand von Transfergerüchten. Das Ergebnis ist ein Team in Las Rozas, in dem zwar der Fußball im Vordergrund steht, der Transfermarkt aber nicht außer Acht gelassen werden kann.
Spieler wie Eric Garcia, Mikel Oyarzabal, Alejandro Grimaldo, Marc Pubill und Rodri gerieten am Medientag Spaniens besonders in den Fokus. Nur Garcia gelang es, die Aufmerksamkeit komplett auf das Turnier zu lenken.
Die Botschaft aus dem Team war eindeutig: Die Weltmeisterschaft hat Vorrang, alles andere kann warten.
Rodri weist Real-Madrid-Spekulationen vorerst zurück
„Es ist normal, dass Spieler mit Vereinen in Verbindung gebracht werden“, sagte Rodri. „Ich bin Kapitän und meine Aufgabe ist es, Spanien zum Sieg zu führen. Es mag Gerüchte geben, aber ich konzentriere mich auf die WM. Wir werden später sehen.“
Der Mittelfeldspieler von Manchester City, der in spanischen Medien häufig mit Real Madrid in Verbindung gebracht wird, machte deutlich, dass er sich aktuell nicht mit Spekulationen auseinandersetzt.
Diese Verbindungen kursieren schon seit einiger Zeit, auch wenn Madrid die Situation nie auf eine fortgeschrittene Ebene gebracht hat. Zuletzt haben Geschäftsleute, die mit einer möglichen künftigen Präsidentschaft bei Real Madrid in Verbindung stehen, die Gerüchte weiter angeheizt.
Rodris aktueller Vertrag läuft bis 2027, und da Pep Guardiola in diesem Szenario nicht mehr bei City ist, bleibt seine langfristige Zukunft offen.
Seine Haltung ist vorerst klar: Erst bei der Weltmeisterschaft überzeugen, dann alles andere klären.
Pedro Porro weckt Interesse aus Premier League und von Manchester City
Während Rodris Situation ein Ende des Spektrums darstellt, zeigt Pedro Porro das andere.
Tottenham plant offenbar eine große Anstrengung, den spanischen Rechtsverteidiger zu halten, doch auch Manchester City hat bereits Interesse bekundet. Seine Leistungen in der Premier League, seine Vielseitigkeit und sein offensives Profil machen ihn zu einer attraktiven Option für Vereine, die einen modernen Außenverteidiger suchen.
Quellen aus Nordlondon bestätigen, dass Tottenham nicht kampflos aufgibt, aber der Wettbewerb ist real.
Víctor Muñoz im Mittelpunkt eines Tauziehens
Osasuna hofft, Víctor Muñoz für eine weitere Saison zu behalten, doch das Interesse wächst und die Kontrolle über seine Zukunft liegt nicht vollständig bei ihnen.
Real Madrid besitzt durch Rückkaufoptionen ab etwa 9,3 Millionen Dollar sowie Vorkaufsrechte und 50 Prozent an seinen Rechten eine entscheidende Einflussmöglichkeit. Das gibt Madrid Flexibilität und keinen Druck, eine schnelle Entscheidung zu treffen.
„Ich will zurückkehren“
Alejandro Grimaldo meldete sich am deutlichsten zu Wort.
„Ich möchte in die La Liga zurückkehren“, sagte er an Spaniens Trainingsstützpunkt in Las Rozas. „Ich will für einen großen Klub in Spanien spielen.“
Klar und unmissverständlich läuft auch Grimaldos Vertrag bis 2027, und er wurde zuvor mit Atlético Madrid in Verbindung gebracht.
Atlético beobachtet unterdessen auch Marc Cucurella, ein langfristiges Ziel für die linke Seite, die sie verstärken wollen. Da Chelsea nicht mehr in Europa spielt, erscheint dieses Vorhaben nun realistischer als zuvor.
Pubill und Llorente konzentrieren sich auf Vertragsverlängerungen
Marc Pubill, ein Debütant im Team, stand ebenfalls im Rampenlicht, jedoch nicht nur wegen Transfergerüchten.
Sein aktueller Vertrag liegt nach seinem Wechsel von Almería unter dem Marktwert, und Atlético Madrid bereitet ein Verlängerungsangebot vor, das seinem Aufstieg gerecht wird.
Pubill dämpfte jedoch jegliche sofortigen Spekulationen.
„Ich habe keine Ahnung und werde Julián (Álvarez) auch nicht anschreiben, um nachzufragen“, sagte er mit einem Lächeln. „Wenn etwas entschieden ist, werdet ihr es sehen – genauso wie ich.“
Sein Teamkollege Marcos Llorente befindet sich in einer ähnlichen Lage, Vertragsgespräche sind zwar zu erwarten, aber nicht dringend. Sein Vertrag läuft bis 2027 und beide Seiten sind optimistisch.
Fabián Ruiz steht vor PSG-Verlängerung
Paris Saint-Germain arbeitet ebenfalls daran, Fabián Ruiz langfristig zu binden.
Der spanische Mittelfeldspieler ist ein zentraler Bestandteil von Luis Enriques System und maßgeblich am jüngsten Erfolg von PSG in der Champions League beteiligt. Sein aktueller Vertrag läuft ebenfalls bis 2027, doch eine grundsätzliche Einigung bis 2029 soll laut Berichten bereits bestehen, es fehlen nur noch Details.
Ferran Torres und Oyarzabal bleiben ungewiss
Ferran Torres ist ein weiterer Spieler, den es zu beobachten gilt. Mit Barcelona fanden noch keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung statt, was ihm ab Januar freie Verhandlungen ermöglichen wird.
Er zieht weiterhin Gerüchte auf sich, darunter gelegentliche Verbindungen zu Barcelonas Kaderplanungen, doch Konkretes steht nicht an.
Oyarzabal reagierte auf Fragen zu angeblichem Interesse von Barcelona und Atlético Madrid gelassen.
„Wir wissen alle, wie das läuft. Wir sind an den Trubel gewöhnt. Wir bleiben ruhig“, sagte er.
Ein WM-Lager mit Blick auf den Transfermarkt
Der Medientag Spaniens in Las Rozas war geprägt von Hitze, Stimmung und Zusammenhalt. Doch unter der Oberfläche drängte der Transfermarkt immer wieder durch.
Für einen Kader, der auf den globalen Triumph ausgerichtet ist, bleibt die Ungewissheit über die Vereinszukunft eine unausweichliche Begleiterscheinung.