Victor Wembanyama reagiert auf das ‚Wut-Provozieren‘ der Timberwolves in Spiel 5
Basketball ist ein Spiel voller Entscheidungen, und schon früh in Spiel 5 stand Victor Wembanyama vor einer schwierigen Situation. Bei 8:11 im ersten Viertel ging Ayo Dosunmu direkt auf Wemby zu, nachdem der Guard der Minnesota Timberwolves einen schwierigen Baseline-Jumper versenkt hatte, und begann, ihn verbal herauszufordern.
Der 2,24 Meter große Big Man blickte auf Dosunmu herab und hätte auf verschiedenste Weise reagieren können. Viele dieser Optionen hätten jedoch gravierend schiefgehen können.
In diesem Moment entschied sich Wembanyama zu lächeln, ein paar Worte zurückzugeben und sich sofort wieder auf das nächste Spielgeschehen zu konzentrieren. Kurz darauf setzte er zum Drive an, zog an Dosunmu vorbei und vollführte einen kraftvollen Dunk, zur Begeisterung der San Antonio Fans.
In der angespannten Atmosphäre von Spiel 5 die eigenen Emotionen zu kontrollieren, ist alles andere als einfach – doch Wembanyama durchschaute Dosunmus Provokationen sofort.
„Ich denke, das Wut-Provozieren war vielleicht eine ihrer Taktiken. Deshalb war es wichtig, dass ich als Team ruhig bleibe“, erklärte der zweifache All-Star nach dem 126:97-Sieg der Spurs.
Victor Wembanyama zog aus Spiel 4 eine wichtige Lehre
Eine unbedachte Reaktion hätte für Wembanyama erneut ein frühes Aus bedeuten können, nachdem er in Spiel 4 in der ersten Hälfte nach einem Ellbogencheck gegen Naz Reid vom Feld gestellt wurde. Doch der Spieler, der in der Offseason Zeit mit Mönchen in China verbrachte, bewies die nötige Gelassenheit, seine innere Ruhe zu bewahren und seine Energie auf das Spiel zu lenken.
Mit einem ausgeglichenen Wemby, der erneut die Zone dominierte, hatten die Timberwolves Probleme, im Inneren zu punkten (ein Bereich, in dem die Spurs mit 68-36 deutlich überlegen waren). Die einfachen Chancen, die Rudy Gobert und Reid noch im vorherigen Spiel hatten? Diese wurden durch den französischen Riesen deutlich eingeschränkt.
Wembanyama beendete die Partie mit 27 Punkten bei 56,3 % Trefferquote, 17 Rebounds und fünf Assists und hat nun die Möglichkeit, die Spurs erstmals seit neun Jahren in die Western Conference Finals zu führen. Sollte Dosunmu ihn in Spiel 6 erneut provozieren, steht Wembanyama wieder vor einer Entscheidung: sofort zurückzuschlagen oder geduldig zu bleiben und sein Team in eine Position zu bringen, in der sie den letzten Triumph feiern können.