Perkins kritisiert Celtics scharf und wagt kühne Prognose zu den neuen 76ers
Der Deal, bei dem Jaylen Brown zu den Philadelphia 76ers wechselte, hat die NBA-Offseason regelrecht entfacht. Fans, Medien und sogar Insider konnten kaum fassen, welche Gegenleistung ein Spieler erhielt, der gerade erst unter den Top 10 der MVP-Wahl landete.
Nachdem sich der erste Wirbel um das Transferpaket gelegt hat, das unter anderem den 36-jährigen Paul George sowie zwei Erstrunden- und zwei Zweitrundendraftpicks umfasst, äußern NBA-Experten hitzige Meinungen, die die Diskussionen noch wochen- und monatelang anheizen werden.
Kendrick Perkins äußert kühne Einschätzung zu den neu formierten 76ers
Vielleicht ist die kühnste Aussage dabei nicht einmal gegen die Boston Celtics gerichtet. Ex-NBA-Profi und 2008er Celtics-Champion Kendrick Perkins, der heute als ESPN-Analyst arbeitet, sieht in Browns Verpflichtung eine potenziell richtungsweisende Veränderung für die 76ers.
Perkins ist überzeugt, dass Boston den Philadelphia 76ers mit diesem Transfer „praktisch den Weg bis in die NBA-Finals geebnet“ hat. Brown stößt zu einem Team, das gerade die Celtics in der ersten Playoff-Runde ausschaltete, und reiht sich neben Tyrese Maxey, Joel Embiid und dem aufstrebenden Talent V.J. Edgecombe ein.
Zwar ist für Philadelphia nichts garantiert, vor allem nicht Embiids Einsatzfähigkeit, doch wenn das Team die Spielstärke der Saison 2025-26 erneut erreicht, könnte Brown genau der fehlende Baustein sein, um den Sprung in die ersten NBA-Finals seit 2001 zu schaffen.
Kendrick Perkins zeigt für die Celtics wenig Verständnis
Unabhängig vom Ausgang in Philadelphia hat Boston unter den Favoriten spürbar an Boden verloren – eine Entwicklung, die auch Perkins nicht gefallen will.
„Das ist ein trauriger Tag für die Boston Celtics. Als ehemaliger Celtic kann ich diesem Trade nicht zustimmen. Wenn du einen Spieler der Top-10-Klasse abgibst, musst du mindestens einen Top-15- oder Top-20-Spieler zurückbekommen. Paul George erfüllt das nicht. Seit ich schlank war, ist er nicht mehr konstant auf hohem Niveau“, wetterte Perkins.
„Wenn man Jaylen Brown betrachtet – deinen ehemaligen Finals-MVP, Conference-Finals-MVP, NBA-Champion –, der gerade seine statistisch beste Saison hinter sich hat, das Team anführt und alle Erwartungen übertroffen hat – sie sollten eigentlich in einer Tank-Phase sein! Stattdessen wurden sie Zweiter im Osten.“
Perkins’ Einschätzung ist schwer zu widerlegen, doch nur die Zeit wird zeigen, was Celtics-Basketballchef Brad Stevens zu der Überzeugung brachte, dass dieser Deal zum jetzigen Zeitpunkt unausweichlich war. Nun liegt es an Stevens, sicherzustellen, dass dieser allgemein kritisierte Trade nicht das ansonsten tadellose Vermächtnis als erfolgreicher Trainer und Meisterschaftsmanager dauerhaft beschädigt.