Jetzt zählt es: Jordan Clarkson muss für die Knicks übernehmen
Als OG Anunoby in den letzten Minuten von Spiel 2 unglücklich landete, stöhnte eine ganze Fangemeinde auf. Das Letzte, was Knicks-Anhänger jetzt sehen wollen, ist ein wichtiger Rotation-Spieler in Straßenkleidung.
Besonders bitter ist das, da dieser Rotation-Spieler im Schnitt 21,4 Punkte pro Spiel bei beeindruckenden 61,9 % Trefferquote aus 12,1 Feldwurfversuchen erzielt. Zwar könnte Anunobys Status schlimmer sein (eine Tages-zu-Tag-Einstufung aufgrund seiner rechten Oberschenkelzerrung), doch ist diese Ungewissheit ein unerwünschter Schatten auf dem jüngsten Knicks-Vorstoß in Richtung Finale.
Anunobys Verletzung trifft New York hart, während sie versuchen, die Philadelphia 76ers zu bezwingen. Umso besser, dass sie eine Backup-Lösung direkt auf der Bank haben – einen Spieler, der erst vor wenigen Wochen viral ging, nachdem er mit „magischen“ Heilkräften Anunoby half.
Jordan Clarkson, der in der Woche der Trade-Deadline zu den Knicks kam, hat Anerkennung dafür verdient, wie er sein Spiel an Mike Browns Rotation angepasst hat. Unter den aktuellen Umständen in New York wird Clarkson nun nicht mehr bescheiden in der Ecke stehen und gelegentlich einen Offensiv-Rebound abgreifen können.
Mit einem Wort: Clarkson muss sich daran erinnern, wer er wirklich ist. Kein übernatürlicher Heiler, sondern ein natürlicher Punktesammler auf dem Parkett.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass diese Saison eine Ausnahme für JC ist, dessen 17,8 Minuten pro Spiel in Browns System die geringste Einsatzzeit seiner Karriere darstellen. Hier sind Clarksons Zahlen aus den ersten elf NBA-Saisons: 16,0 Punkte pro Spiel bei 43,6 % Feldwurfquote und 53,9 % True Shooting in 27,7 Minuten Spielzeit.
Genau für diese Rolle wurde der ehemalige Sixth Man of the Year geboren: eine eiskalte Scoring-Maschine, die ihre Punkte effizient erzielt. Clarksons gesteigerte Leistung würde die offensive Lücke, die Anunoby hinterlässt, deutlich schließen.
Doch wie sieht es mit OGs Verteidigung aus? Auch dafür haben die Knicks einen Plan B. Mikal Bridges verfügt über die Spannweite und defensive Fähigkeiten, die nötig sind, um Anunobys Aufgaben zu übernehmen. Bridges hat zudem in den letzten drei Spielen der Knicks offensiv Fahrt aufgenommen, doch die volle Scoring-Verantwortung, die Anunoby fehlt, muss nicht allein auf seinen Schultern liegen.
Die Knicks haben sogar einen Plan C – und der heißt Jordan Clarkson.