James Harden führt Cavs zu dramatischem Sieg in der Verlängerung
Einen Tag nach Donovan Mitchells historischer Leistung in der zweiten Halbzeit, die die Serie ausglich, zeigten die Cleveland Cavaliers erneut eine beeindruckende zweite Halbzeit und sicherten sich am Mittwoch einen 117-113-Sieg in der Verlängerung gegen die Detroit Pistons.
Dieser Comeback-Erfolg bringt Cleveland nicht nur mit 3-2 in der Serie in Führung, sondern markiert auch den ersten Auswärtssieg der Cavs in den Playoffs. Obwohl die Cavaliers zeitweise mit bis zu 15 Punkten zurücklagen und zur Halbzeit mit 52-60 im Rückstand waren, bewahrten sie Ruhe. Im dritten Viertel erzielten sie ein 32-20-Scoring und leisteten sich dabei lediglich zwei Ballverluste.
Der im Laufe der Saison verpflichtete James Harden war maßgeblich am Erfolg der Cavaliers in Spiel 5 beteiligt. Er erzielte mit 30 Punkten (8 von 21 Würfen) die meisten Punkte seines Teams und sammelte zudem acht Rebounds sowie sechs Assists. Dabei fiel nicht nur seine Offensivleistung auf.
James Harden glänzt für die Cavaliers im entscheidenden Spiel 5
Indem Harden am Mittwoch in Spiel 5 startete, rückte er auf Platz 15 der NBA-Allzeitliste der meisten Playoff-Einsätze vor. Zudem wies das „Inside the NBA“-Team nach dem Spiel darauf hin, dass Harden der erste Spieler in der Ligageschichte ist, der in den Playoffs für sechs verschiedene Teams 30 Punkte erzielte.
Wie im gesamten Verlauf der Serie und auch der Playoffs hatte Harden Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden, zumal er sich mit sechs Ballverlusten erneut schwer tat.
Dennoch verwandelte er 11 von 14 Freiwürfen, blockte dreimal und verzeichnete mit +11 die zweitbeste Plus/Minus-Bilanz seines Teams. Besonders wichtig war sein Rebound nach einem verfehlten Freiwurf, der Cleveland im Schlussspurt die Ballkontrolle bei drei Punkten Führung sicherte.
Insgesamt legten die Cavaliers im vierten Viertel und in der Verlängerung eine beeindruckende 23-10-Serie hin, kämpften sich von einem neun Punkte Rückstand knapp drei Minuten vor Schluss zurück und zwangen die Partie in die Verlängerung.
Harden war dabei nicht allein: Jarrett Allen erreichte ein Double-Double mit 16 Punkten und 10 Rebounds, Mitchell zeigte in einer 21-Punkte-Leistung wichtige Aktionen in der Schlussphase, und Max Strus steuerte von der Bank 36 wertvolle Minuten mit 20 Punkten (6 von 8 Dreiern) und acht Rebounds bei.
Die Cavs mussten zudem die 39 Punkte von Pistons-Star Cade Cunningham in den Griff bekommen, der trotz mangelnder Unterstützung weiterhin in den Playoffs beeindruckt. Dennoch gelang Cleveland erneut ein Lauf nach der Halbzeitpause, der sie nun nur noch einen Sieg vom Aus gegen den besten Seed der Eastern Conference entfernt.
Trotz des Schwungs aus Spiel 5 ist diese Cavaliers-Mannschaft bekannt dafür, schnell in einen Lauf zu kommen, aber auch durch ihre anfälligen Ballverluste in einen Tiefpunkt zu geraten. Harden ist dabei mit 22 Ballverlusten allein in der Serie ein Beispiel dafür.
Am Mittwoch war er alles andere als in Bestform, da seine Wurfprobleme erneut sichtbar waren. Doch genau diese Art von Leistung hatten die Cavaliers sich von Harden erhofft, als sie ihn im Februar verpflichteten.
Mit dem erhöhten Druck und scheinbar widrigen Bedingungen auf fremdem Parkett profitierten die Cavaliers von Hardens erstem 30-Punkte-Spiel seit zwei Monaten und vollendeten einen weiteren Comeback-Lauf in der zweiten Halbzeit, um die Kontrolle in der Serie zu übernehmen.