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Acht Brüderpaare bei der WM 2026 – Einige könnten gegeneinander antreten

Acht Brüderpaare bei der WM 2026 – Mögliche Duelle unter Geschwistern

Statistiken zeigen, dass weltweit nur 0,05 % der registrierten Fußballspieler den Sprung in den Profibereich schaffen, was umso bemerkenswerter ist, wenn gleich mehrere Familienmitglieder dieses Ziel erreichen.

Bei der WM 2026 trifft dies auf acht Brüderpaare zu. In der heutigen Zeit spielen vier dieser Brüderpaare für unterschiedliche Nationalmannschaften und könnten sich im Turnierverlauf gegenüberstehen, wobei solche Begegnungen in der Gruppenphase ausgeschlossen sind.

Von den Geschwistern, die im selben Team stehen, sind die französischen Brüder Lucas und Théo Hernández wohl am bekanntesten. Beide könnten in der Abwehr für Frankreich auflaufen, doch ist es wahrscheinlich, dass keiner von beiden in der Startelf steht und sie stattdessen auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Die niederländische Verbindung

Der Verteidiger von Arsenal, Jurrien Timber, und sein Zwillingsbruder Quinten, der als Mittelfeldspieler für den französischen Klub Marseille spielt, gehören beide zum niederländischen Kader. Darüber hinaus gibt es weitere familiäre Verbindungen in der niederländischen Auswahl.

Laros Duarte und sein jüngerer Bruder Deroy wurden in den Niederlanden geboren, könnten aber gemeinsam das Mittelfeld Kap Verdes verstärken, das sein WM-Debüt feiert.

Ähnlich verhält es sich mit dem ehemaligen Rechtsverteidiger von Aston Villa, Leandro Bacuna, dem Rekordnationalspieler von Curaçao, sowie Juninho Bacuna, der zuvor für den Rivalen Birmingham City spielte. Die Bacunas wurden ebenfalls in den Niederlanden geboren, entschieden sich jedoch vor einigen Jahren für Curaçao.

Ein weiterer Teamkollege der Timber-Brüder, Brian Brobbey, zählt zu den acht Spielern, die bei der WM womöglich gegen einen Bruder antreten könnten. Der ältere Bruder des Sunderland-Stürmers, Derrick Luckassen, spielte in der Jugend für die Niederlande, wechselte jedoch kürzlich zu Ghana. Der Verteidiger wurde von den Black Stars als Ersatz für den verletzten Alexander Djiku nominiert.

Brüder auf gegnerischen Seiten

Der PSG-Star Désiré Doué traf in der Ligue 1 bereits mehrfach auf seinen älteren Bruder Guéla, der für Strasbourg spielt. Die beiden könnten sich erneut in den K.o.-Runden gegenüberstehen, falls Frankreich und die Elfenbeinküste die Gruppenphase überstehen.

Guéla erzielte ein Tor, als die Elfenbeinküste die französische Mannschaft in einem WM-Testspiel in Nantes überraschend besiegte, während Désiré, frisch gekrönter Champions-League-Sieger, auf der Ersatzbank blieb.

Der Angreifer von Athletic Club, Iñaki Williams, absolvierte ein Freundschaftsspiel für Spanien, wechselte jedoch 2022 zu Ghana, nachdem er für La Roja kein Pflichtspiel bestritten hatte. Sein jüngerer Bruder Nico, ebenfalls Vereinskollege, spielte eine Schlüsselrolle beim EM-Triumph Spaniens 2024 und hofft, rechtzeitig zur WM wieder fit zu sein, um dort ähnlich erfolgreich zu sein.

Schließlich hätten John und Harry Souttar über ein Jahrzehnt das Innenverteidiger-Duo Schottlands bilden können, hätte letzterer 2019 nicht zu Australien gewechselt. Der jüngere Souttar, der in der Premier League für Leicester City spielte, wird nach seinem starken Auftritt bei der WM 2022 in Katar nun an seinem zweiten WM-Turnier teilnehmen.

Ein mögliches Familientreffen in der K.o.-Phase

Sollten Frankreich und die Elfenbeinküste jeweils als Gruppenzweite in den Gruppen I und E abschließen, könnten sich die Doué-Brüder im Achtelfinale erneut gegenüberstehen – die wahrscheinlichste Konstellation für ein Geschwisterduell in der K.o.-Runde.

Da 32 der 48 Mannschaften aus der Gruppenphase weiterkommen, bestehen zahlreiche weitere Chancen für familiäre Duelle, die den ohnehin schon hochspannenden Begegnungen eine zusätzliche Dimension verleihen würden.