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Kim Jong Uns Schwester weist Forderung nach nuklearer Abrüstung entschieden zurück

"Törichter Wunschtraum": Kim Jong Uns Schwester weist Forderung nach nuklearer Abrüstung scharf zurück

Trotz der UN-Sanktionen setzt Nordkorea sein Atomwaffenprogramm unbeirrt fort. Der südostasiatische Staatenbund Asean zeigt sich besorgt und fordert eine Abrüstung. Nun reagiert eine der engsten Vertrauten von Machthaber Kim Jong Un mit scharfer Kritik.

Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Führers, griff den südostasiatischen Staatenbund Asean wegen dessen Forderung nach einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel scharf an. Am Montag äußerte sie laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA ihre „große Unzufriedenheit mit der offen feindseligen Haltung dieses Forums“.

Die Asean unterstütze das von den USA verbreitete Narrativ einer „Denuklearisierung“ und ignoriere dabei die nordkoreanische Verfassung, erklärte Kim. „Es ist Ausdruck eines Mangels an strategischem Denken und logischem Verstand sowie ein törichter Wunschtraum, weiterhin an der ,Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel‘ festzuhalten, deren Bedeutung längst verloren gegangen ist“, fügte sie hinzu.

Kim warnte zudem davor, dass die Asean „nicht als bezahltes Sprachrohr der USA missbraucht werden“ dürfe. Bei einem kürzlichen Regionalforum hatte der Staatenbund seine „große Besorgnis“ über Nordkoreas Atomwaffenprogramm zum Ausdruck gebracht und zu Gesprächen über eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel aufgerufen.

Der Asean-Staatenbund umfasst Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Osttimor und Vietnam.

Als eine der engsten Vertrauten ihres Bruders ist Kim Yo Jong ein bedeutendes Gesicht der nordkoreanischen Außenpolitik. Bereits im Juni betonte sie, dass der Status Nordkoreas als Atommacht „absolut nicht verhandelbar“ sei. Trotz der Sanktionen des UN-Sicherheitsrats treibt Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm unvermindert voran. Im Jahr 2023 wurde der Status als Atommacht sogar in der Verfassung des Landes verankert.