Warum PSG im Champions-League-Finale keinen Elfmeter hätte erhalten dürfen
Der Elfmeter für Paris Saint-Germain in der zweiten Halbzeit des Champions-League-Finales gegen Arsenal sorgt für Diskussionen – nicht wegen des Fouls an sich, sondern wegen der Ereignisse kurz davor.
Laut dem ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Eduardo Iturralde González, unserem Experten, hätte PSG-Spieler Khvicha Kvaratskhelia zum Zeitpunkt der Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert nach dem Zweikampf mit Cristhian Mosquera nicht mehr auf dem Spielfeld stehen dürfen.
Warum PSG kein Elfmeter hätte zugesprochen werden dürfen
Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Halbzeit des Finales zwischen Luis Enrique’s PSG und Arsenal. Kvaratskhelia ging im Strafraum nach einem Kontakt mit Mosquera zu Boden, woraufhin Siebert direkt auf den Elfmeterpunkt zeigte.
Obwohl Iturralde mit der Entscheidung des Schiedsrichters, den Elfmeter zu geben, keine Probleme hatte, wies er auf ein Detail hin, das seiner Meinung nach übersehen wurde.
„Kvaratskhelia hätte nicht weiterspielen dürfen, da er bereits seit mehreren Minuten wegen einer blutenden Beinverletzung behandelt werden musste. Der Schiedsrichter hat das übersehen“, erklärte Iturralde und bezog sich dabei auf eine sichtbare Wunde am georgischen Flügelspieler, die kurz vor dem Elfmeter Vorfall blutete.
Nach den Spielregeln muss ein Spieler, der blutet, das Spielfeld verlassen und darf erst zurückkehren, wenn die Blutung gestoppt und die Wunde ordnungsgemäß versorgt wurde.
Daher argumentierte Iturralde, dass Kvaratskhelia vor der Elfmeter-Szene hätte ausgewechselt oder zumindest vom Spielfeld genommen werden müssen.
Der klare Elfmeter für PSG gegen Arsenal
Zum eigentlichen Zweikampf äußerte sich der ehemalige Schiedsrichter jedoch eindeutig.
„Der Elfmeter ist glasklar. So ein Foul sieht man oft sogar im Jugendfußball. Wohin will der Verteidiger denn laufen?“, sagte er.
Iturralde erläuterte außerdem, warum Mosquera für das Foul nicht mit einer weiteren Gelben Karte bestraft wurde. Der Arsenal-Verteidiger stand zwar bereits unter Gelb, doch der Experte ist der Ansicht, dass die Aktion keine zweite Verwarnung rechtfertigte.
„Es handelt sich nicht um eine Karte, weil es keine eindeutige Torchance war“, erklärte er.
Den Elfmeter verwandelte anschließend Dembele zum Ausgleich zum 1:1.