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Westliche Geheimdienste warnen: Selenskyj bereitet Bürger auf Einsatz von Putins „Wunderwaffe“ vor

Warnung westlicher Geheimdienste: Selenskyj stellt Bürger auf Angriff mit Putins "Wunderwaffe" ein

„Der russische Wahnsinn kennt keine Grenzen – schützen Sie sich daher und suchen Sie Schutz in Bunkern“, appelliert der ukrainische Präsident an seine Bevölkerung. Selenskyj beruft sich dabei auf Informationen westlicher Geheimdienste, die vor speziellen Angriffsvorbereitungen Moskaus warnen.

Nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele rechnet Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer Vergeltungsaktion Russlands, bei der die gefürchtete neue Mittelstreckenrakete Oreschnik zum Einsatz kommen soll. „Unsere Nachrichtendienste haben Berichte erhalten, darunter von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete plant“, erklärte Selenskyj in den sozialen Medien. Auch die Hauptstadt Kiew ist dadurch in Gefahr.

Die russische Regierung hat die ballistische Rakete mit enormer Zerstörungskraft bereits zweimal im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – zuerst in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe, zuletzt im Januar in der Westukraine. In Russland wird die Oreschnik als „Wunderwaffe“ oder „Superwaffe“ propagiert.

Selenskyj warnte zudem vor einem möglichen kombinierten Angriff Russlands mit verschiedenen Waffensystemen. „Es ist entscheidend, ab heute Abend verantwortungsvoll auf Luftalarme zu reagieren“, forderte er seine Landsleute auf. „Der russische Wahnsinn kennt keine Grenzen – schützen Sie daher Ihr Leben und nutzen Sie Schutzbunker.“

Selenskyj fordert verstärkten Druck auf Moskau

Zugleich rief Selenskyj die internationale Gemeinschaft zu einer „präventiven Reaktion“ auf. Details dazu nannte er nicht, betonte jedoch, dass nicht erst nach einem Angriff gehandelt werden dürfe. „Es muss Druck auf Moskau ausgeübt werden, um eine Ausweitung des Krieges zu verhindern“, erklärte er. Die Ukraine bereite ihre Luftverteidigung bestmöglich vor und sei zum Gegenangriff bereit.

„Dieser Krieg muss ein Ende finden – wir brauchen Frieden und keine Raketen, die die krankhaften Ambitionen eines Einzelnen befriedigen“, sagte Selenskyj mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin, der seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Krieg gegen die Ukraine führt.

Putin hatte das Verteidigungsministerium angewiesen, auf den ukrainischen Angriff auf ein Wohnheim in der Stadt Starobilsk im russisch besetzten Gebiet Luhansk zu reagieren. Dabei starben nach Angaben Russlands mindestens 18 Studierende eines pädagogischen Instituts. Das ukrainische Militär erklärte, das Ziel sei eine russische Militäreinheit gewesen, die auf Drohnenangriffe gegen die Ukraine spezialisiert ist.

Die in Belarus stationierte Oreschnik-Rakete (deutsch: Haselstrauch) kann sowohl mit konventionellen als auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometern pro Stunde und eine Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern machen sie zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für ganz Europa.