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US-Präsident Trump zieht im Wahlkampf einen Vergleich mit Lenin: „Ich wäre der größte Kommunist“

"Ich wäre der größte Kommunist": US-Präsident Trump vergleicht sich im Wahlkampf mit Lenin

In den Vorwahlen in New York verzeichnen linksorientierte Demokraten zunehmend Erfolge. Präsident Donald Trump nutzt diese Entwicklung für seine politische Strategie: Nach seiner Warnung vor einer angeblichen „kommunistischen Bedrohung“ am US-Nationalfeiertag zieht er nun einen bemerkenswerten Vergleich.

Im Vorfeld der Kongresswahlen im November richtet Trump seinen Fokus auf eine vermeintliche Machtübernahme durch „Kommunisten“, womit er vor allem linke Demokraten meint. Zum Abschluss des Nato-Gipfels in Ankara am Mittwoch überraschte er Journalisten mit der Aussage: „Ich wäre der größte Kommunist aller Zeiten.“

Trump stellte sich dabei auf eine Stufe mit Lenin, dem russischen Revolutionär (1870–1924). Kommunismus lasse sich „einfach verkaufen“, erklärte der US-Präsident weiter. Anhänger dieser Ideologie versprächen beispielsweise lebenslange kostenlose Miete oder Gratis-Wohnungen. Tatsächlich sei der Kommunismus, der nun angeblich auch in den USA drohe, „eine Katastrophe“, warnte Trump. „Überall wird es Mord und Totschlag geben“ und Menschen müssten „in Armut und Elend leben“. Er kündigte an, alles daran zu setzen, dies zu verhindern.

Bereits bei den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA am vergangenen Wochenende hatte Trump vor der „kommunistischen Gefahr“ gewarnt. In Washington verglich er den Kommunismus mit einem „Krebs, der entfernt werden muss“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der republikanische Senator Joseph McCarthy vor einer angeblichen „roten Gefahr“ gewarnt. Bei den jüngsten Vorwahlen in New York konnten linksgerichtete Demokraten an Stimmen gewinnen. Die Opposition kritisiert Trump scharf und wirft ihm vor, das Land dadurch weiter zu spalten.