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US-Militär attackiert iranische Radarstationen nach Drohnenabschuss

Nach Abschuss von Drohnen: US-Militär greift iranische Radarstationen an

Während einer Waffenruhe richten iranische Drohnen offenbar Angriffe auf internationale Schiffe in der Straße von Hormus. Das US-Militär neutralisiert die Drohnen und führt gezielte Angriffe auf mehrere iranische Radarstationen durch. US-Präsident Trump informiert derweil über die Schwierigkeiten bei den laufenden Verhandlungen.

In den frühen Morgenstunden griffen US-Streitkräfte nach dem Abschuss iranischer Drohnen über der Straße von Hormus iranische Radarstandorte an. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters zielten die vier vom Iran gestarteten Drohnen auf den regionalen Seeverkehr. Daraufhin attackierten die USA die Überwachungsanlagen in Goruk sowie auf der Insel Qeschm, wie das US-Zentralkommando für den Nahen Osten mitteilte.

Die USA und der Iran führen aktuell indirekte Gespräche über eine vorübergehende Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs. Anschließende Verhandlungen sollen auch das iranische Atomprogramm thematisieren. Der Iran verlangt als Voraussetzung für ein Friedensabkommen mit Washington eine Waffenruhe im Libanon. Zudem fordert Teheran den Zugriff auf eingefrorene Öleinnahmen in Milliardenhöhe, Ausnahmen von den Sanktionen für Rohölexporte, die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus. Diese Meerenge, durch die vor dem Krieg etwa ein Fünftel des globalen Öls transportiert wurde, ist vom Iran faktisch blockiert.

Trump: Iran verfügt noch über etwa 20 Prozent seiner Raketen

US-Präsident Donald Trump kündigte am Freitag bei einer Wahlveranstaltung in Wisconsin erneut ein baldiges Ende des Kriegs mit dem Iran an. Angesichts steigender Benzinpreise steht Trump innenpolitisch unter wachsendem Druck, den unpopulären Konflikt zu beenden. Im Interview mit dem US-Sender NBC erklärte er, dass die meisten iranischen Produktionsstätten für Drohnen und Raketen zwar zerstört seien, der Iran jedoch weiterhin Zugang zu „einigen Raketen und Drohnen“ habe. „Sie besitzen vielleicht 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind zwar viele, aber längst nicht mehr so viele wie zu Beginn der Angriffe“, so Trump laut vorab veröffentlichten Ausschnitten der Sendung „Meet the Press“.

Auf die Frage, warum die iranische Führung nicht eher zu einer Einigung bereit sei, wenn sie angeblich so verzweifelt sei, antwortete Trump: „Weil sie stark und stolz sind. Es gibt Dinge, von denen sie nie gedacht hätten, dass sie sie tun müssten, die sie nun aber tun müssen. Sie haben keine andere Wahl, und das braucht Zeit.“ Die USA und Israel hatten den Konflikt Ende Februar mit Angriffen auf den Iran gestartet. Präsident Trump betont wiederholt, dass seine höchste Priorität darin besteht, den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern. Der Iran hingegen betont, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient.