US-Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote im Pazifik nehmen deutlich zu
Das US-Militär hat in dieser Woche eine Reihe von Angriffen auf Boote im Pazifik durchgeführt, die verdächtigt werden, am Drogenhandel beteiligt zu sein. Dabei wurden mehrere Menschen getötet.
Nach Angaben der Behörden starben bei einem jüngsten Angriff der US-Marine auf ein mutmaßliches Drogenschmugglerboot im Pazifik drei Personen. Das US-Südkommando Southcom, zuständig für Lateinamerika, erklärte über den Onlinedienst X, dass Geheimdienstinformationen belegten, dass das Boot auf bekannten Schmuggelrouten im östlichen Pazifik operierte und in den Drogenhandel verwickelt war. Bei dem Einsatz kamen drei Männer an Bord ums Leben.
Dies stellt bereits den zweiten derartigen Angriff innerhalb einer Woche dar. Anfang der Woche wurde bei einem ähnlichen US-Angriff auf ein Boot eine Person getötet, zwei weitere überlebten laut Southcom. Auch dieser Einsatz wurde mit denselben Begründungen vom Südkommando gerechtfertigt.
Anfang September startete das US-Militär den Militäreinsatz „Southern Spear“. US-Präsident Donald Trump sieht die USA de facto im Krieg gegen Drogenkartelle in Lateinamerika. Seit Beginn dieser Operation wurden bei Angriffen auf Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik mehr als 200 Menschen getötet.
Die US-Regierung hat bislang keine eindeutigen Beweise vorgelegt, die die Beteiligung der angegriffenen Schiffe am Drogenhandel belegen. Juristische Experten und Menschenrechtsorganisationen warnen, dass es sich bei den Angriffen möglicherweise um außergerichtliche Tötungen handelt, da sie offenbar gegen Zivilisten gerichtet sind, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellen.