Trump warnt vor Eskalation: US-Militär führt Angriffe im Iran durch – Raketenbeschuss auf Kuwait und Bahrain
Zum zweiten Mal hintereinander führt das US-Militär Angriffe auf iranische Ziele aus. Dabei handelt es sich erneut um eine Vergeltungsmaßnahme. Präsident Trump droht der Islamischen Republik mit erheblichen Konsequenzen. Die Revolutionsgarden übernehmen die Verantwortung für Angriffe auf Bahrain und Kuwait.
Nach eigenen Angaben haben die US-Streitkräfte erneut Vergeltungsschläge gegen den Iran durchgeführt. Zielobjekte wie Luftabwehrraketen, Drohnenlager und Überwachungseinrichtungen seien getroffen worden, teilte das Regionalkommando Centcom mit. Anlass war ein vorheriger Angriff des Irans auf ein Frachtschiff.
Der iranische Sender Irib berichtete in der Nacht von Explosionsgeräuschen in einem Dorf nahe der Stadt Sirik. Kurz darauf seien Geschosse in einen Kommunikationsturm eingeschlagen. Laut Irib trafen vier Geschosse Außenbezirke der Hafenstadt Bandar-Lengeh in der Provinz Hormusgan. Auch auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus wurden Einschläge registriert.
Luftalarm in Bahrain und Kuwait ausgelöst
Nur wenige Stunden nach den US-Angriffen gab das Golfemirat Kuwait Raketen- und Drohnenangriffe bekannt. Die kuwaitische Armee erklärte auf X, dass ihre Luftabwehr aktuell feindliche Raketen- und Drohnenangriffe abwehrt. In Bahrain, wo sich ein wichtiger US-Marinestützpunkt befindet, wurde ebenfalls Luftalarm ausgelöst. Die Iranischen Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung für die Angriffe. In einer über Press TV verbreiteten Erklärung heißt es, die US-Verletzung des Waffenstillstands widerspreche den Vereinbarungen und werde zur vollständigen Einstellung aller diplomatischen Verhandlungen führen.
Dies war bereits der zweite US-Angriff auf den Iran seit dem Rahmenabkommen zwischen beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA iranische Raketen- und Drohnenlager sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte gegenüber Fox News, der jüngste Vergeltungsschlag sei größer als der vom Vorabend.
Trump: USA könnten begonnenen Einsatz im Iran abschließen
Am Samstag meldete die britische Sicherheitseinrichtung für Handelsschifffahrt UKMTO, dass ein Frachtschiff durch ein unbekanntes Geschoss getroffen wurde. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Laut Centcom handelte es sich um die unter panamaischer Flagge fahrende „Kiku“. Der Tanker hatte am Donnerstag Katar verlassen und war auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten. Das Schiff war mit über zwei Millionen Barrel Rohöl beladen, so Centcom.
US-Präsident Donald Trump bestätigte die jüngsten Angriffe auf Truth Social und zeigte sich verärgert über den Iran. Er bezeichnete den US-Einsatz als Reaktion auf einen erneuten Verstoß des Irans gegen die Waffenruhe. „Es ist gut möglich, dass sie daraus nichts lernen! Es könnte ein Punkt erreicht werden, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden“, schrieb Trump. „Sollte dies eintreten, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“